
IHK-Ausbildungsberaterin Angela Rademacher vor einem Kunstobjekt von Auszubildenden des INI-Firmenverbundes
Meschede. Für viele Außenstehende ist die Qualität der Ausbildung in den Unternehmen nicht immer erfahrbar, meint die IHK Sauerland-Hellweg. Eine Wanderausstellung, die seit Mittwoch in der Sparkasse Meschede zu sehen ist, soll das ändern.
Stahl, Aluminiumschrott, Stanzabfälle aus der Kettenproduktion, laminiertes Papier oder eine Papier-Transportanlage im Miniaturformat: Auszubildende von 14 Unternehmen haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Bei dem Projekt »Ein Quadratmeter Kunstausbildung« der Industrie- und Handelskammer wurden sie von namhaften Künstlern aus der Region unterstützt.
Daniela Timmer (20) und Justine Kleis (21) wissen schon jetzt, dass ihre »Skyline« aus Aluminium einen Platz im Foyer ihres Ausbildungsbetriebes, den Brökelmann Aluminiumwerken in Ense, finden wird. »Eine Vitrine ist schon in Auftrag gegeben«, sagt die angehende Industriekauffrau Justine. Ihr Chef sei ohnehin sehr kunstsinnig und gebe jedes Jahr ein Kunstwerk im eigenen Betrieb in Auftrag.
Viel Stolz auf das eigene technologische Wissen zeigen die Auszubildenden der Firma Schmitz und Söhne aus Wickede. Sie haben die mechatronischen Systeme eines gynäkologischen Untersuchungsstuhls freigelegt und das Ergebnis »Feuerstuhl« genannt.
Ganz praktische Integration zeigt sich in der Arbeit, die aus der Lehrwerkstatt des Josefsheims in Bigge kommt. Das Lesepult aus Holz kann von im Stehen und im Rollstuhl sitzend benutzt werden. Zu lesen sind kurze Texte und Gedichte der Azubis.
In der Sparkasse Meschede sind die Objekte bis zum 20. März zu sehen. Danach werden sie in Lippstadt, Soest und Werl Station machen.

Sparkassen-Chef Heinz-Dieter Tschuschke probiert die interaktive Objektkunst aus, die von den Auszubildenden des Papierherstellers Wepa angefertigt wurde
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