Meschede. Es war ein schwarzer Tag für die Freunde von Borussia Dortmund. Ihr Verein hatte zuhause gegen Wolfsburg verloren und auf der Heimfahrt war die Laune an einem Tiefpunkt angelangt. So tief, dass sich gestern das Amtsgericht damit befassen musste.
Im Vorverfahren hatte das Gericht schon einmal versucht, das Verfahren einzustellen, aber der 38-jährige Angeklagte aus Olsberg war damit nicht einverstanden.
Auf der Rückfahrt von der Niederlage, kam es im Bus um Streit. Den wollte der Angeklagte schlichten, wurde dabei aber selbst durch den Bus gekegelt und landete auf einer Mitreisenden. Die Frau erlitt eine Prellung an der Ohrmuschel. Anfangs hatte sie noch über ein gerissenes Trommelfell geklagt, doch im ärztlichen Attest wird es als intakt beschrieben.
Es gab drei Be- und drei Entlastungszeugen und beim Gericht gab es die Befürchtung, dass die Verhandlung ausgeht wie das Hornberger Schießen.
Weil die Verletzung geringfügig ist und die Geschädigte bereits Zivilklage auf 1000 Euro Schmerzensgeld eingereicht hat, konnte das Gericht die Beteiligten doch noch zur Einstellung des Strafverfahrens überreden.
Der vorsitzende Schalke-Fan Doris Goß entließ die Fußballfreunde mit der Aufforderung, sich künftig zu vertragen, auch wenn Dortmund verliere, was ja wohl öfter vorkomme.
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