
Interessenvertretung Mescheder Wirtschaft wartet auf die Konjunktur
Meschede. »Anpacken« und »Optimismus« – diese Worte hatten beim Jahresempfang der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft Hochkonjunktur. Das Schimpfen auf die Pessimisten auch.
»So manche Krise wird gemeistert, weil man sich ohne Grund begeistert.« Mit einem launigen Zitat schloss Jochem Hunecke, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, seine Rede, in der er viele Gründe für Optimismus auflistete.
Anders als Friedrich Merz und viele andere Kritiker sieht Hunecke die Konjunkturpakete der Bundesregierung durchweg positiv. Bei den Kleinwagenhändlern der Region brenne seit der Veröffentlichung des Konjunkturpaketes und der darin enthaltenen Verschrottungsprämie der Baum. Bauhaupt- und Baunebengewerbe werden nach Ansicht Huneckes auch im Sauerland von den Milliarden profitieren, die für Schulen, Straßen und Krankenhäuser vorgesehen sind.
Mehr Geld im Portmonnaie der Sauerländer erwartet Hunecke duch die 40 Milliarden Euro, die durch mehr Kindergeld und etwas weniger Steuern und Abgaben beim duchschnittlichen Verbraucher ankommen sollen. In den kommenden ein bis zwei Jahren sollen nach seiner Berechnung zwischen 135 und 150 Millionen Euro mehr Kaufkraft auf dem Weg in die Geschäfte und Handwerksbetriebe sein.
»Wollen wir das Beste hoffen«, entfuhr es da spontan dem IMW-Vorsitzenden Hans Hohman. Statt eines oder mehrerer Konjunkturpakete hätte er liebe eine Veränderung der Rahmenbedingungen. Statt »Gewurschtel mit Milliarden« solle Politik lieber klare Rahmenbedingungen schaffen und die Steuern senken. »Derjenige soll belohnt werden, der investiert«, fordert Hohman.
»Fleiß, Disziplin, Solidarität, Risikobereitschaft – und Optimismus!« Das, so Bürgermeister Uli Hess, seien die Charaktereigenschaften der Wirtschaftswundergeneration gewesen. Und die müsse man jetzt schleunigst wieder entdecken. Das Beispiel der neuen Ottobrücke habe gezeigt, dass schwierige Situationen Kreativität frei setzten. »Lassen sie uns im neuen Jahr die Ärmel hochkrempeln und Ideen entwickeln«, wünschte sich der Bürgermeister von seinen Unternehmern.

»Warten wir es doch ab«: Jochem Hunecke erwartet von den Konjunkturpaketen der Bundesregierung nur Gutes
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