CDU wählt Nachfolger von Friedrich Merz

Patrick Sensburg aus Brilon beerbt Friedrich Merz als Bundestagskandidat für den Hochsauerlandkreis

Patrick Sensburg aus Brilon beerbt Friedrich Merz als Bundestagskandidat für den Hochsauerlandkreis

Meschede. Patrick Sensburg zeigte sich am Samstag von dem klaren Ergebnis überrascht. Mit 360 von 566 gültigen Stimmen wählte ihn die CDU des Hoch­sauerlandkreises am Samstag zu ihrem Kandidaten für die kommende Bundestagswahl.

Auch wenn das magere Ergebnis von Georg von Weichs mit nur 40 Stimmen im ersten Wahlgang für die meisten Delegierten keine große Überraschung gewesen sein mag, blieb die Wal des Nachfolgers von Friedrich Merz doch spannend bis zum Schluss.

Wie von Weichs empfahl sich auch Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe den Delegierten als »einer von hier«, der das Leben und die Probleme an der Basis kennt. Bürgeranwalt wolle er sein und sich einsetzen für den ländlichen Raum. Bei wichtigen Gesetzesvorhaben müsse die Frage gestellt werden, was ankomme bei den Menschen im HSK. »Vielleicht wollen die Schmallenberger ihren Bürgermeister lieber behalten«, meinte der Land­tags­abgeordnete Hubert Kleff am Rande der Versammlung. Er sei nicht sicher ob Schmallenberg geschlossen für Halbe gestimmt habe. Mit 128 Stimmen reichte es für den Bürgermeister jedenfalls nicht für den zweiten Wahlgang.

»Die Zukunft des Sauerlandes ist die Zukunft meiner Generation«, sagte der 29-jährige Matthias Kerkhoff, dem als Kandidat der Jungen Union von Anfang an große Chancen eingeräumt wurden. Mit 163 von 573 gültigen Stimmen ging er in den zweiten Wahlgang.

Deutlich mehr hatte da schon Patrick Sensburg gewonnen. Für ihn endete der erste Wahlgang mit 244 Stimmen.

Wirtschafts- und Finanzpolitik, Konjunkturpakete, Familie, Bildung, re­gene­rative Energien, Lob des Mittelstandes und des »Anpackens« als sauer­ländische Stärke – inhaltlich waren alle vier Kandidaten auf einer Linie. Rhetorisch aber nicht.

Schon nach wenigen Sätzen zog Sensburg applaus-technisch an den anderen Kandidaten vorbei und zeigte dabei das, was die CDU-Mitglieder an Friedrich Merz immer am meisten schätzten: klare Worte und überzeugendes Auftreten. Anders als Merz will er aber keine weiteren Tätigkeiten neben seinem Mandat ausüben. Für die Delegierten war danach keine Frage mehr offen; zum Tages­ord­nungs­punkt »Aussprache« gab es keine Wortmeldungen.

Georg von Weichs: "Der Wettbewerb hat der Partei gut getan."

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