Genossenschaftsmieter sollen sicherer wohnen

Schornsteinfegermeister Nikolaus Helleberg und sein Kollege Hans-Jörg Kramer machen sich mit Rauchmeldern für 1500 Wohnungen auf den Weg

Schornsteinfegermeister Nikolaus Helleberg und sein Kollege Hans-Jörg Kramer machen sich mit Rauchmeldern für 1500 Wohnungen auf den Weg

Meschede. Vor acht Jahren hatte die Mescheder Siedlungs- und Bau­ge­nossen­schaft (SBG) zuletzt versucht, ihre Mieter für den Einbau von Rauchmeldern zu erwärmen. Das Interesse war bescheiden. Jetzt will man es noch einmal versuchen und die Schornsteinfeger wollen die Installation übernehmen.

»Wenn es brennt und giftige Rauchgase durch die Wohnung ziehen, reichen vier oder fünf Atemzüge und man wacht nicht mehr auf«, sagt Schorn­stein­feger und Feuerwehrmann Nikolaus Helleberg. Der Alarmton des kleinen Rauchmelders ist schrill und mit 85 Dezibel-A laut genug, um auch schwer­hörige Murmeltiere aus dem Schlaf zu reißen.

In den Fegebezirken von Helleberg und seinem Kollegen Hans-Jörg Kramer liegen die meisten Wohnungen der SBG. Die hat mit den Schornsteinfegern jetzt einen Vertrag über die Installation und Wartung qualitativ hochwertiger Rauchmelder abgeschlossen. Wenn die Schornsteinfeger zur Überprüfung der Heizungsanlage in die Häuser kommen, werden sie auch Rauchmelder und Bohrmaschinen dabei haben. Jede freie Wohnung wird damit ausgestattet, jeder Mieter kann so viele Rauchmelder bestellen, wie nötig sind, um seine Wohnung zu sichern.

In den vergangenen 25 Jahren habe es im Wohnungsbestand der SBG durch­schnittlich alle drei Jahre einen Brand gegeben, sagt SBG-Vorstand Josef Lumme. Grund genug, sich mit dem Thema noch einmal näher zu befassen. »Wir schreiben die Sicherheit unserer Mieter groß«, so Lumme, »und zur Zeit führen wir einen Sicherheitscheck in allen 1 800 Wohnungen durch.« In 300 Wohnungen sind schon Rauchmelder installiert, nun sollen auch die übrigen 1 500 sicherer gemacht werden.

Rund 35 000 Euro lässt sich die SBG die Aufrüstung kosten. Ein Rauchmelder kostet etwa 25 Euro. Damit kein Schwarzhandel mit den Meldern oder den noch beliebteren Batterien entsteht, sollen sich die Mieter, die einen Rauch­melder bestellen, mit der Hälfte des Einkaufspreises an den Kosten beteiligen.

Die Batterien sollen 10 Jahre lang halten. In dieser Zeit werden die Schorn­stein­feger mindestens einmal pro Jahr die Funktionsfähigkeit der Geräte überprüfen.

Raucher brauchen bei der Bestellung nicht zu zögern: »Wenn man die qual­mende Zigarre nicht direkt darunter hält«, sagt Hans-Jörg Kramer, »bleibt der Rauchmelder still.«

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Ein Kommentar

  1. Lars Schneemann’s avatar

    So ist es richtig.
    Rauchwarnmelder gehören in jede Wohnung und jedes Haus.
    Wir halten die für eine sinnvolle und auch kostengünstige Lösung, da der Rauchwarnmelder der Schornsteinfeger eine Garantie von 10 Jahren auf Gerät und Batterie hat.
    Wir selbst haben 8 Stück in unserem Haus installiert und fühlen uns sicherer denn je.

    Beste Grüße aus Hessen

    me. Lars Schneemann
    Schornsteinfeger

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