Im Hochsauerlandkreis ist die Bruttolohn- und Gehaltssumme der sozialversichert-beschäftigten Arbeitnehmer von 2002 bis 2005 um rund 77 Millionen Euro gesunken. Dies ist das Ergebnis einer gewerkschaftlichen Auswertung, wie der heimische DGB-Vorsitzende Heinz Rittermeier jetzt mitteilte.
Die Auswertung beruht auf den Meldungen der Arbeitgeber an die Sozialversicherung und enthält neben den Bruttolöhnen und -gehältern der Arbeitnehmer auch noch die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung.
Die Arbeitgeber im HSK zahlten 2005 insgesamt Bruttolöhne und -gehälter plus Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 2,24 Milliarden Euro. Das waren 2,2 Prozent weniger als 2002. Die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent.
»Wenn wir noch die hohen Steuer- und Sozialabgaben mit einbeziehen, wird deutlich, warum die Binnennachfrage im Kreis Soest krankt. Den Beschäftigten fehlt einfach das Geld, um mehr zu konsumieren«, so Heinz Rittermeier. Um die Konjunktur zu stabilisieren, müsse die Kaufkraft durch erhöhte Löhne und Gehälter gestärkt werden. »Vor diesem Hintergrund begrüße ich das Tarifergebnis der IG Metall für den Metall- und Elektrobereich«, unterstreicht Heinz Rittermeier.
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