
Dekan im Glück: Jürgen Bechtloff freut sich über gleich zwei Fulbright-Stipendiaten an seiner kleinen feinen Fachhochschule. Christina Ruoff ist eine von ihnen.
Meschede. Dekan Jürgen Bechtloff freut sich über eine weitere Auszeichnung für die Fachhochschule Südwestfalen in Meschede. Mit einem Fulbright-Stipendium werden gleich zwei seiner Studenten ein Studienjahr in den USA verbringen.
Bundesweit vergibt die Fulbright-Stiftung jährlich höchstens 55 Stipendien. Bechtloff hat daher besonderen Grund zur Freude, wenn seine kleine aber feine Fachhochschule gleich zwei Mal mit dabei ist. »Um das zu erreichen, braucht man auch ein Akademisches Auslandsamt, das sehr gut arbeitet«, sagt der Dekan mit einem dankbaren Blick zu Sabine Mahlstedt, die die beiden Studierenden bei ihren Bewerbungen betreut hat.
»Das Bewerbungsverfahren hat ungefähr zwei Monate gedauert«, berichtet die frisch gebackene Fulbright-Stipendiatin Christina Ruoff (21). Am Anfang stand eine Online-Bewerbung. Referenzen von Professoren mussten vorgelegt und Aufsätze geschrieben werden. Dann folgte ein Interview in Berlin. »Sie wollten unsere Ansichten zum Wahlkampf in Amerika und zur Finanzkrise wissen.«
Ruoff kommt vom Bodensee und studiert in Meschede im dritten Semester Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Medientechnik. Am liebsten würde sie ihr Studienjahr in New York verbringen, weil dort die Dichte der Medienfirmen am höchsten ist. Doch an welcher amerikanischen Hochschule sie studieren darf, erfährt sie erst in zwei Wochen.
Auch Martin Knaack (23) wird Wirtschaftsingenieur. Er hat sein Studium in Meschede bereits abgeschlossen und wird dank Stipendium sein Master-Studium in den USA beginnen. Ob er dann vielleicht dort bleibt, bleibt erst einmal sein Geheimnis, denn zur Zeit arbeitet er in Berlin an seiner Abschlussarbeit und konnte deswegen nicht zum Pressetermin in Meschede kommen.
»Deutsche Studenten sind wegen ihrer guten fachlichen Ausbildung in den USA sehr beliebt«, weiß Bechtloff. »Viele erhalten nach einem Studienaufenthalt das Angebot, ihr Studium dort fortzusetzen.«
Wirtschaftsingenieur (International Management with Engineering) ist der erfolgreichste Studiengang der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede. Er setzt sich zusammen aus 75 Prozent Volks- und Betriebswirtschaftslehre und 25 Prozent technischer Schwerpunktsetzung. Was dabei heraus kommt, so Bechtloff, sind »Kaufleute mit Techniker-Denke.«
Schlagworte: Fachhochschule Südwestfalen, Jürgen Bechtlof, Meschede, Schule, Stipendium, Studium, Unternehmen, USA, Wirtschaftsingenieur













