
Technik, die begeistern soll: Britta Berghoff, Jens Frommberger und Marianne Gast zeigen den Grevensteiner Kindern das neue Spielzeug
Grevenstein. »Wir haben im vergangenen Jahr nicht einen einzigen qualifizierten Bewerber für eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker gefunden«, sagt Jens Frommberger, Geschäftsführer der Werner Langer GmbH. Gemeinsam mit der IHK will er das Übel jetzt an der Wurzel packen.
»Die Apfelsaft-Uhr wird heiß geliebt«, sagt Britta Berghoff von der Abteilung Berufsbildung bei der IHK Arnsberg. Aber auch das Hupmobil und das Ballonauto seien echte Renner. Bevor irgendetwas fährt, hupt oder die Zeit anzeigt, müssen die Kinder die Bausätze aber erst zusammenbauen. Wenn sie damit fertig sind, bietet die »Technik-Kiste«, die Frommberger und Berghoff gestern den Kindergärten in Grevenstein, Wallen und Wenholthausen geschenkt haben, noch viel mehr: Magnetspiele, Mechanik- und Elektronikbausätze.
Britta Berghoff hat den Inhalt der Kiste gemeinsam mit einem Spielwarenhändler zusammengestellt, die stabile Holzkiste wird in der Werkstatt der »Neuen Arbeit Arnsberg« gefertigt, wo Langzeitarbeitslose mit Ein-Euro-Jobs beschäftigt werden. Die IHK bietet die Kisten im Wert von 200 Euro ihren Mitgliedsunternehmen an, die sie an Kindergärten verschenken sollen. Auf diese Weise sollen schon die Jüngsten früh für einen technisch-gewerblichen Beruf interessiert werden. Für die Unternehmen ist es eine schöne Gelegenheit zur Nachbarschaftspflege.
»Bei unserem Firmenjubiläum vor neun Jahren haben wir schon mal einen größeren Geldbetrag an die Kindergärten in Wallen und Berge gestiftet«, sagt Jens Frommberger. Die Kinder der 95 Mitarbeiter des Kunststoff-Spritzgussherstellers aus Berge, gehen in die Kindergärten der umliegenden Dörfer. So kommen die Technik-Kisten der ganzen Unternehmensfamilie zu Gute.
Schlagworte: Arbeit, Grevenstein, Kinder, Meschede, Schule, Unternehmen, Werner Langer GmbH
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Eine super Idee, sowas einzuführen. Man müsste viel mehr Kinder und Jugendliche schon früh an das spätere Berufsleben heran bringen, dann gäbe es auch nicht so riesige Probleme, die passenden Azubis zu finden. Ich denke, wenn die Kids frühzeitig wissen, was ihnen Spaß macht, und welche Voraussetzungen für eine Ausbildung in dem jeweiligen Beruf erforderlich sind, werden sie sich vielleicht auch in der Schule mehr einsetzen, um auf diese Ausbildung hin zu arbeiten. So ergibt sich insgesamt ein riesiger Vorteil, wenn ihr mich fragt.
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