Neues Zuhause für Visbecker Vereine

Großer Andrang bei der Einweihung: Pfarrer Uwe Wiesner segnet das neue Dorfgemeinschaftshaus

Großer Andrang bei der Einweihung: Pfarrer Uwe Wiesner segnet das neue Dorfgemeinschaftshaus

Visbeck. »Heute ist ein großer Tag für Visbeck«, sagte Bürgermeister Uli Hess. Zur Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses kamen mehr Gäste als das Haus fassen konnte.

Mehr als 100 000 Euro hat der Um- und Ausbau des maroden Feuerwehrgerätehauses gekostet. Mit Spenden und Eigenleistungen trugen die Visbecker etwa 30 000 Euro dazu bei, hinzu kamen 23 000 Euro aus dem europäischen Förderprogramm für den ländlichen Raum.

Günstig war wohl auch die Architekten-Leistung: Bürgermeister Hess dankte ganz besonders Dominik Kotthoff. Der Architektur-Student der Fachhochschule Dortmund (inzwischen hat er sein Diplom) hatte während seiner Praktikumszeit in Meschede an den Plänen für den Bau maßgeblich mitgearbeitet.

Insgesamt steuerte die Stadt 65 000 Euro bei, wofür sich Ortsvorsteher Siegmar Moritz dankbar zeigte: »Ich freue mich, dass die Stadt auch in Zeiten finanzieller Not soviel Geld für die Dörfer ausgibt.«

Und das war auch nötig, denn einen richtigen Veranstaltungsraum hatte das 311-Seelen-Dorf bisher nicht. Die beiden Vereine, Feuerwehr-Förderverein und Soldatenkameradschaft, konnten sonst nur neben dem Feuerwehrauto oder in der Dorfgaststätte sitzen. Deren Zukunft ist nach Ansicht des Ortsvorstehers angesichts der täglichen gastronomischen Nachfrage eher überschaubar.

Der neue Veranstaltungsraum macht mit eleganten – gespendeten – Leuchten, einer hellen Holzdecke und einem ebenfalls gespendeten Kaminofen einen recht heimeligen Eindruck. Eine fest eingebaute Theke gibt es nicht, dafür aber eine kleine Küche. Ortsvorsteher Moritz und Löschgruppenführer Wolfgang Schulte freuen sich darauf, dass die 27 Feuerwehrleute des Ortes, Frauen- und Kindergruppen oder wer auch immer Platz braucht, die Räume mit Leben erfüllen. Für den Fall, dass es hier noch einmal so voll werden sollte, stehen demnächst auch gepflegte Außenanlagen zu Verfügung.

Lebendige Dorfgemeinschaft: Hoch die Tassen am gemütlichen Bullerofen

Lebendige Dorfgemeinschaft: Hoch die Tassen am gemütlichen Bullerofen

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