Milchbauern könnten auch mal anders wählen

Reiste. »Die Politiker können jetzt ganz viel verlieren, sie wissen es nur noch nicht«, sagt Milchbauer Michael Erves. In einer Woche entscheidet der Bundesrat, welche Haltung Deutschland beim europaweiten Streit um die richtige Milchpolitik einnimmt.

Am Montagabend trafen sich die Milchbauern der Region – wieder einmal – in der Reister Schützenhalle. Rund 150 hörten BDM-Präsident Romuald Schaber zu, der einen Zwischenbericht vom Kampf um die bessere Milchpolitik lieferte. Der Milchpreis steht nicht mehr so sehr im Vordergrund. Die Milchbauern fordern die konsequente Einhaltung der Milchquote und eine wirksame Regulierung der Milchmenge. Ob das im nationalen Alleingang möglich ist oder ob dafür eine europaweite Regelung her muss, darüber streiten sich die Experten.

Die Milchbauern streiten sich inzwischen vor allem mit dem Bauernverband. Der betreibe aktive Lobby-Arbeit gegen den Bundesverband der Milchbauern, beklagt Erves.

Und die Politiker können sich offenbar noch nicht so recht entscheiden. »In Bayern haben die Bauern mit 39 Prozent zu dem Wahlverlust der CSU beigetragen«, sagt Erves. Er sieht zur Zeit mehr Unterstützung bei SPD und den Grünen. Dass die Grünen zur Zeit eher auf Seiten der Milchbauern sind, sieht auch Hubertus Mathweis. »Aber bevor die Landwirte ›Grün‹ wählen, muss doch noch etwas passieren.«

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