Nachschlagewerk für das tägliche Miteinander

Buchvorstellung in der Fatih-Moschee

Buchvorstellung in der Fatih-Moschee

Meschede. »Dialogbereit« heißt das Buch, das der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Thomas Kufen, gestern in drei Moscheen des Landes vorstellte. Die Fatih-Moschee in Meschede war eine der Stationen.

In den Moscheen von Solingen und Marl war die Buchpräsentation jeweils eine eigene Veranstaltung. Zwangloser war es in Meschede. Das lag wohl auch daran, dass Kufen und die beiden Autoren Georg Bienemann und Werner Höbsch gerade rechtzeitig zum Ende des Freitagsgebets ankamen. Der dritte Autor, der muslimische Theologe Bekir Alboga war unterwegs verloren gegangen.

»Das Buch soll Christen und Muslime ermutigen, aufeinander zuzugehen«, sagt Diplom-Theologe Höbsch. Er hat viele Jahre zu religiösen Jugendfragen in Köln gearbeitet und leitet seit sieben Jahren das Referat für Interreligiösen Dialog des Erzbistums.

Aus der katholischen Jugendarbeit kamen auch viele Anregungen für das Buch. Es ist kein Buch für Wissenschaftler, sondern für jeden, der mal schnell nachsehen möchte, wie das eigentlich genau ist mit den Gebräuchen, den Festtagen, den Gebeten, dem Leben und Sterben bei Christen und Moslems. Es gibt eine deutsche und eine türkische Version von »Dialogbereit«, wobei darauf geachtet wurde, dass in beiden Versionen auf jeder Seite das Gleiche steht.

Dialogbereit
Dialogbereit: Lesebuch und Nachschlagewerk für das tägliche Miteinander

»Dialogbereit« oder »Diyaloga Hazir« gibt es nicht im Buchhandel.
Zu beziehen ist das deutsch-türkische Doppelpack zum Preis von 18 Euro bei der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW

Jeweils dreißig deutsche und türkische Exemplare hatten Kufen und die Autoren im Gepäck. »In Solingen und Marl haben wir die Bücher ausgewählten Repräsentanten überreicht«, berichtete Höbsch nach der Präsentation. »Aber hier wollten alle gleich ein Buch haben.«

»Ich finde das gut«, meinte einer der Gläubigen, die gerade ihr Gebet beendet hatten. »Die Religionen haben doch so viel gemeinsam.« Und es störe auch überhaupt nicht, wenn man zu so einer Buchpräsentation in die Moschee komme. »Wir haben gerne Gäste, auch wenn manche meinen, wir seien die Gäste.«

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