
100. Firmenjubiläum: Besucherandrang in den Werkshallen
Meschede. Für die »Honselaner«, die am Samstag arbeiten mussten, war es gewiss kein normaler Arbeitstag. Das 100-jährige Firmenjubiläum bescherte ihnen ungewohnte Besuchermassen an ihrem Arbeitsplatz.

Kein ganz normaler Arbeitstag: Weil die Produktion auch samstags läuft, hatten einige Mitarbeiter viele Zuschauer
Zu ihrem »Familienfest« hatte die Firma Honsel 8000 Gäste eingeladen. Die verursachten rund um das Werk erst einmal ein kleines Verkehrschaos, dann fluteten sie das Werksgelände, auf dem sonst niemand ohne Begleitung unterwegs sein darf, der dort gerade nicht arbeitet.
Imbiss- und Getränkestände waren überall verteilt, Autoausstellungen mit Oldtimern, Lastwagen, Traktoren und einem Formel-1-Rennwagen, Tanzdarbietung, Kinderanimation und ein Aussichtskran sorgten für ausreichend Kurzweil.

Getriebe-Gehäuse aus Aluminium für Busse: Ein Kind passt rein
Vorstandsvorsitzender Heinz Pfannschmidt blickte in seiner Festrede zurück auf die Entwicklung, die das Unternehmen in den vergangenen 100 Jahren vom Zwei-Mann-Unternehmen zum weltweiten Technologieführer im Aluminiumguss gemacht hat. Zylinderköpfe, Motorblöcke, Getriebe-Gehäuse aus Leichtmetall – Entwicklungen von Honsel haben viele Fahrzeuge leichter gemacht.
Voller Stolz zählte Johannes Messer, Standortleiter in Meschede, die herausragenden Leistungen der jüngsten Vergangenheit auf. So sei jeder Lastwagen über 16 Tonnen mit einem Getriebe-Gehäuse von Honsel unterwegs.
»Fleiß, Disziplin, das Streben nach 100-prozentiger Qualität und der feste Wille, gemeinsam alles zu leisten, um Honsel voranzubringen: das waren und sind die Tugenden, die die ›Honselaner‹ auszeichnen«, so Pfannschmidt.
Dass der raue Wind, den man als Zulieferer der globalen Automobilhersteller gewohnt sei, noch schärfer wehen werde, erwartet der Vorstandsvorsitzende für die kommenden Monate und Jahre. Trotz der sich abschwächenden Automobil-Konjunktur und erster rezessiver Tendenzen in den Kernmärkten, zeigte sich Pfannschmidt optimistisch, den Spitzenplatz des Unternehmens unter den großen Gießereien der Welt behaupten zu können.
An die große Verbundenheit der Stadt Meschede mit den Honsel-Werken erinnerte Bürgermeister Uli Hess. Er dankte dem Vorstand schon vorab für das jüngste Symbol dieser Verbundenheit: die Skulptur von Richard Cox, die im Oktober in der Nähe des Rathauses stehen wird.
Im Oktober wird Honsel noch einmal feiern. Dann wird man gemeinsam mit den Kunden, von denen am Samstag nur wenige in Meschede waren, in der Stadthalle auf eine 100-jährige Erfolgsgeschichte anstoßen.

Zeit für Gespräche beim »Familientreffen« (v.l.): Hans-Dieter Honsel, Heinz Pfannschmidt, Uli Hess
Schlagworte: Arbeit, Honsel, Jubiläum, Meschede, Unternehmen













