Bestwig. Dudelsack-Jaulen und Hunde-Gebell wies am Sonntag den Weg zur Geburtstagsparty der »Bestwiger Schnauzen«. Hunde und ihre Besitzer feierten das fünfjährige Bestehen des Vereins mit Dressur-Vorführungen, Spielen und Bratwurst.
Neufundländer, Huskies, Schäferhunde unterschiedlichster Herkunft – die klassischen Arbeitshunde waren deutlich in der Mehrheit. Weil denen schnell langweilig wird, wenn sie keine Schafe hüten, Menschen aus dem Wasser oder Schlitten ziehen können, treffen sie sich in Bestwig zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. »Agility« heißt das Training, das den arbeitslosen Hund davor bewahren soll, zum schwabbeligen Neurotiker zu werden.
Nachdem die Freizeitsportler vorgeführt hatten, wie gut sie es verstanden, um, über oder durch allerlei Hindernisse zu gehen, waren die Profis dran.
Eine Rettungshundestaffel der Johanniter war aus Paderborn gekommen. Ihre Hunde suchten, fanden, bellten und zeigten ihre allgemein gute Erziehung. Die, allerdings, wurde anschließend von Lupus, dem belgischen Schäferhund aus Lippstadt in den Schatten gestellt.
Lupus ist als Drogenspürhund bei der Polizei beschäftigt. Seine Bewegungen haben die Präzision einer Fernlenkwaffe, seine Augen sind stets auf seinen Chef Ulrich Hesse gerichtet. Wenn der »Platz« sagt, muss er das Kommando nicht wiederholen.
In seinem Rucksack voller Drogen hat Hesse mitgebracht: Kokain, Extasy, Marihuana. Versteckte Proben davon findet Lupus in dem Auto eines Freiwilligen ohne in spielerischem Überschwang die Sitze auseinander zu nehmen. »Lupus«, so Hesse, »ist ein Passivhund.« Wenn er etwas findet, bellt er – mehr nicht. Das bewahr die Polizei vor Schadenersatzforderungen unschuldiger Automobilisten.
Ein bisschen verspielter, dafür aber vielseitiger zeigte sich beim offenen »Crazy Dog«-Wettbewerb der Border-Colly Apache von Steve Kenney. Abfall wegbringen, Licht einschalten, sich selbst einen Ball zuwerfen: Apache konnte alles – außer Stillhalten.













