
Meschede. Die schwedischen Schulen sind besser als die deutschen. Davon ist Jan Haurand überzeugt seitdem er mit zwanzig anderen Experten aus ganz Europa eine Woche lang in Schweden unterwegs war. Jetzt bereitet er eine Bildungsmesse vor, die neue Impulse für die Schulen im HSK geben soll.
»In Schweden sind die Schulen besser ausgestattet, die Atmosphäre ist besser, die Schüler sind freundlicher und aufgeschlossener als in Deutschland und die Lehrer haben mehr Macht.« Wenn Jan Haurand sich an seinen Besuch in Schweden erinnert, kommt er ins Schwärmen.
Im Schulamt des Hochsauerlandkreises bereitet er zur Zeit eine Bildungsmesse vor, die Lehrern am 6. August im Berufskolleg Meschede neue Methoden und Ideen nahebringen soll. In 32 Workshops geht es um Methoden der individuellen Schülerförderung und um Ideen, wie man den Unterricht effektiver, abwechslungsreicher und motivierender gestalten kann. Weil der Landesgesetzgeber den Schulen in den vergangenen Jahren immer neue Erhebungen, Qualitätsanalysen und Dokumentationsvorschriften auferlegt hat, ist auch deren stressfreie Abwicklung Gegenstand eines Workshops. Auch die Gesundheit der Lehrer steht auf dem Programm.
Die Universitäten Dortmund und Paderborn werden ihre Kooperationsangebote vorstellen, der Kreisportbund zeigt, wie »Streetsurfing« den Sportunterricht bereichern kann, und das Sinus-Netzwerk zeigt Wege, den Mathematik-Unterricht, mit der Lebenswelt der Schüler zu verbinden. Auch die Agentur für Arbeit und der Westdeutsche Rundfunk wollen vorstellen, was sie zu einem zeitgemäßen Schulunterricht beitragen können.
»Wir haben von fast 50 Prozent der Schulen im HSK, dass mindestens zwei Lehrer kommen«, freut sich Haurand. Gute Schulen, sagt Haurand, bekomme man, indem man gute Lehrer einstellt und ihnen gute Fortbildungsmöglichkeiten bietet. Die Bildungsmesse im Berufskolleg sei ein entscheidender Beitrag dazu.
Ob die Schulen hier dadurch ein bisschen schwedischer werden, hängt derweil aber wohl noch von einer anderen Frage ab. Trotz zentraler Abschlussprüfungen, so Haurand, gelte das Wort eines schwedischen Lehrers mehr als die Note im Zeugnis.
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