Freienohl. Spielen, Klettern, Kanufahren und noch viel mehr stand auf dem Programm des »Freizeitleiter Intensiv-Trainings 2008″. Mitarbeiter der katholischen Jugendarbeit aus dem Hochsauerland lernten drei Tage lang die neuesten Trends gruppendynamischer Freizeitgestaltung kennen.
»Slacklining hat etwas meditatives«, sagt Michael Kloppenburg, Referent für Jugend und Familie im Dekanat Hochsauerland-Mitte. »Slacklining« nennt man den Versuch, auf einem sehr locker gespannten Gurt zu balancieren. Im Trainingscamp des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) auf dem Geländer der Konrad-Adenauer-Schule ist dieser Gurt quer über die Ruhr gespannt. Ein ebenso locker in Kopfhöhe gespanntes Hilfsseil soll helfen, wenn es mit dem inneren Gleichgewicht nicht auf Anhieb klappt. Wenn auch das nicht hilft, tröstet das erfrischende Bad in der Ruhr. »In der Ruhr liegt die Kraft«, sagt Kloppenburg.
Die mit viel Quieken und Kreischen verbundenen Balancier-Versuche sind nur ein kleiner Teil, der Spiel-, Spaß- und Feizeitangebote, mit denen sich 159 ehrenamtliche Jungendarbeiter ab 16 Jahren in Freienohl vertraut machten.
»In diesem Jahr ist es ein ganz besonderes Lager«, sagt Sonja Mester. »wir haben sehr viele ehrenamtliche Helfer, die zum Gelingen des Trainingscamps beitragen.« Dass die Stadt Meschede die Konrad-Adenauer-Schule zur Verfügung stellt gehört schon zur Tradition des Camps. Auch die St.-Nikolaus-Schützen haben mit zwei großen Zelten geholfen.
So sind 40 Workshops zustande gekommen, in denen es nicht nur um die neuesten Spiele und Abenteuerangebote geht. »Auf dem Programm stehen auch die Theorie der Erlebnispädagogik, die rechtlichen Rahmenbedingungen und das Thema Sexualität.« Das ist schließlich ein wichtiges Thema der Jugendarbeit und ganz besonders wichtig in Ferienlagern.
Im Trainingscamp auch. »Unter den Mitarbeitern entsteht im Camp ein sehr starkes Wir-Gefühl«, erklärt Kloppenburg. Es war schon so stark, dass daraus Ehen entstanden.
Von derartigen Konsequenzen ist die Zielgruppe der katholischen Jugendarbeiter in der Regel noch weit entfernt. Von der »Jugendkirche« nicht. Die findet im Trainingscamp in zwei Jurten statt. Deshalb mussten sich die Teilnehmer auch mit den Besonderheiten des Jurtenbaus auseinandersetzen. Mit Feuerwerk auch.
Dessen Aufbau erklärte ein Pyrotechniker. Am Samstagabend gehörten die Böller und Raketen zur Liturgie des Abschlussgottesdienstes.
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