Brauchtum oder so

Neuer Anstrich fällig: Schützenhalle in Velmede

Velmede. Die Stellvertreter-Posten mussten bei der Frühjahrsversammlung der St.-Andreas-Schützen neu besetzt werden. Das dauerte länger als geplant und verlief alles andere als reibungslos.

Der zweite Brudermeister Hans-Josef Brüggemann sollte eigentlich nur im Amt bestätigt werden. Einen anderen Vorschlag hatte der Vorstand jedenfalls nicht. Der kam dann aber aus der Versammlung: Georg Wysk, der amtierende Schützenkönig, sollte die Aufgabe übernehmen, der besseren Verbindungen wegen.

Bis die Anwesenheitsliste ausgefüllt und die Stimmzettel für die geheime Abstimmung verteilt waren dauerte es eine Weile. Brüggemann erhielt 20 Stimmen, Wysk wurde mit 47 Stimmen zum neuen stellvertretenden Brudermeister gewählt.


Dirk Stratmann will sich nach 17 Jahren Vorstandsarbeit eine Auszeit gönnen. Deshalb wollte er nicht mehr stellvertretender Hauptmann sein. Andere aber auch nicht. Ein Schützenbruder nach dem anderen, der von der Versammlung für den Posten vorgeschlagen wurde, lehnte mit Hinweis auf die mangelnde Zeit ab. Hans-Josef Brüggemann wollte auch nicht. Ratlosigkeit machte sich breit und eine Unterbrechung von zehn Minuten für Beratungen und Überredungen wurde nötig.

Danach hatte der Vorstand einen Vorschlag: Hans-Josef Brüggemann hatte sich doch noch überreden lassen und wurde ohne Gegenstimme bei fünf Enthaltungen gewählt.

Der Rest ging schneller: Im Amt bestätigt wurden Frank Schröder als Geschäftsführer, Martin Streich als Kassierer und Martin Burmann als Schriftführer. Martin Bracht schied als Kassenprüfer aus und Thomas Göbel übernahm die Aufgabe.

»Ich hoffe, ihr seid zahlreich dabei. Nicht, dass wir wieder mehr Musiker als Schützen im Zug haben«, mahnte Hauptmann Stefan Gerlach bei seinem Ausblick auf das kommende Schützenfest. Wer dafür noch Fahnen und Masten braucht, sollte sie bis Pfingsten bei Rolf Nübold bestellen.

Und wenn die Marschbeteiligung beim eigenen Schützenfest wider Erwarten Wünsche offen lässt, bietet das Kreisschützenfest im September noch einmal die Gelegenheit für einen prachtvollen Aufmarsch. Dafür darf nun auch die Bundesstraße 7 für zwei Stunden gesperrt werden.

Dafür soll auch die Schützenhalle neu verputzt werden – wenigstens vorne. Nach ausgiebiger Diskussion über Notwendigkeit, Vorzüge und Kosten des Streichens oder Verputzens entschied die Versammlung, dass die anderen drei Seiten der Halle nach dem großen Fest in Angriff genommen werden sollen.

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