Erstes Windrad in Berlar fertiggestellt

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Belar. Kurz vor Sonnenuntergang war es am Donnerstag so weit: Der Rotor des ersten Windrades wurde in die Höhe gezogen und am Generator an der Spitze des Turmes befestigt.

»So viel Publikum hatten wir noch nie«, meinte einer der Monteure. Rund 50 Menschen aus der Umgebung waren zum großen Finale gekommen.

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Die 37 Meter langen Rotorblätter waren zuvor am Boden an die Nabe montiert worden. Wie eine gewaltige Krake lag der Rotor da. Eigentlich sollte der große Moment schon am Mittag kommen, aber Baustellenleiter Björn Schäfer nahm sich und seinen Leuten lieber die Zeit, die es nun mal braucht. Und vor allem braucht es Sorgfalt.

Rund 35 Tonnen wiegt der Rotor. In einem Halbkreis wanderte seinem Ziel entgegen. Über zwei lange Seile an der Spitze der oberen Rotorblätter wurde das Ungetüm durch zwei Bodenmannschaften in die richtige Position gezogen. Am Boden war kein Wind zu spüren, 100 Meter höher war das schon ein bisschen anders, deshalb hatten die Männer an den Seilen alle Hände voll zu tun.

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Jonas Lutz, Projektleiter des Windradherstellers Vensys, war am Donnerstagabend eigentlich schon mit der Planung für den Aufbau des zweiten Windrades beschäftigt. Aber diesen Moment wollte auch er nicht verpassen. Er ist gelernter Energiehändler, ein Beruf, der hauptsächlich darin besteht, den ganzen Tag mindestens drei Monitore mit Handelsdaten zu beobachten. »Die Energiehändler bekommen ein Vielfaches von dem, was ich verdiene«, sagt er, »aber wenn ich nach einem langen Arbeitstag ins Bett gehe, steht da ein hundert Meter hoher Turm und heute Abend hängt auch noch ein 77 Meter großer Rotor daran.« Unbezahlbar.

Wenn die Windkraftanlage fertig und an das Netz angeschlossen ist, werde dieser Rotor innerhalb von drei Monaten soviel Strom produzieren, dass die Herstellungskosten der Anlage bezahlt sind, so Lutz. Ein Windrad soll im Jahr 1,5 Megawatt Strom produzieren. Das reicht für rund 1500 Haushalte; drei Windräder will Lutz hier noch aufstellen, zwei weitere sollen später hinzu kommen.

Jetzt muss noch das so genannte Geweih auf die Kuppel. Das trägt die Warnleuchten für den Flugverkehr und den Anti-Disco-Effekt-Sensor. Der erkennt, wann die Sonne so steht, dass der Rotor einen Schatten auf Blüggelscheid werfen könnte. Dann wird das Windrad automatisch angehalten.

Fotostrecke
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Ein Kommentar

  1. Manfred Gose’s avatar

    Guten Tag,

    netter Bericht, aber fachlich nicht ganz korrekt. Es muss heißen:
    Nach rund drei Monaten hat die Anlage die Energie produziert, die zu ihrer Herstellung notwendig war. Bezahlt ist so eine Anlage je nach Finanzierungsmodell nach etwa 10 Jahren.
    Die genannte Windenergieanlage (WEA) hat eine Nennleistung von 1,5 MW. In einem Jahr produziert die WEA eine betimmte Menge Energie, die dem Durchschnittsverbrauch von 1500 Haushalten entspricht.

    Gruß – Manfred Gose -
    Windenergiefachmann

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