Wandern total: Hollenmarsch hoch zwei

Hollenmarsch-Erfinder Ralf Brune legt noch einen drauf

Bödefeld. Im vergangenen Jahr musste der Hollenmarsch wegen Kyrill ausfallen. In diesem Jahr wird alles nachgeholt und vergrößert: Bis zu 10 000 Wanderlustige erwarten die Veranstalter Ende Mai zu Hollenmarsch, Hollenlauf und Wanderfestival.

Viermal schon haben Ralf Brune und sein Dorf bewiesen, dass sie vom Wandern begeistert sind und wissen, wie man mit dieser Begeisterung Wanderfreunde aus ganz Europa anlockt. In diesem Jahr ist nach dem Hollenmarsch am 31. Mai noch lange nicht Schluss. Wenn alle Wanderer des Hollenmarsches und Hollenlaufs wieder in Bödefeld angekommen sind, startet das Wanderfestival.

Wanderfreunde
Der Hollenmarsch ist etabliert, jetzt wollen auch die anderen mitmachen: Tourismusdirektor Thomas Weber, Gastwirt Hermann-Josef Albers, Samone Schwier, Geschäftsführerin von Sauerland-Tourismus e.V., Michael Sänger, Chefredakteur des Wandermagazins, Hubertus Schmidt, Geschäftsführer der Freizeit- und Service GmbH Schmallenberger Sauerland, Hollenmarsch-Erfinder Ralf Brune, Birgit Albers, Koordinatorin der Wandernacht, und Franz-Josef Klauke, Vorsitzender des Verkehrsvereins Bödefeld.

Das wird seit drei Jahren von der Fachzeitschrift »Wandermagazin« organisiert. Ein- bis zweimal jährlich findet es immer wieder an einem anderen Ort statt. »Eine mobile Event-Platform für alle Spielarten des Wanderns«, nennt Chefredakteur Michael Sänger das Festival.

Wieviele Spielarten das Wandern hat, zeigt das Programm eindrucksvoll: Mit einer Wandernacht und der Hollenparty geht es am Samstagabend (31. Mai) los. Wer danach noch laufen kann, darf nach dem Frühstück in der Bödefelder Schützenhalle am Sonntagmorgen gleich weiter wandern. »Weil auch Pilgern in ist«, wie Franz Josef Klauke vom Bödefelder Verkehrsverein weiß, hat das Dorf noch einen »Pilgerpfad« entlang des berüchtigten Bödefelder Kreuzweges angelegt.

Außerdem kann man lernen, wie Wandern mit Satelliten-Navigation funktioniert und worauf bei den Schuhen zu achten ist. Außerdem gibt es eine Planetenwanderung, Wanderungen mit dem Förster und geführte Wanderungen über den Hollenpfad. Wenn die Füße nicht mehr wollen, bietet sich ein Schnupperkurs im Wanderreiten an.

Kinderwagen, Gehbehinderung oder Rollstuhl sollen auch keine Ausreden mehr sein: In der »Freiheit Bödefeld« wird am Sonntag (1. Juni) der »Freiheitspfad« eröffnet. Der behindertenfreundliche Weg ist knapp sechs Kilometer lang.

»Das Sauerland, so Samone Schwier vom Sauerland-Tourismus, soll die erste Adresse beim Thema Wandern werden.« In Bödefeld arbeitet ein ganzes Dorf daran; rund 200 ehrenamtliche Helfer werden im Einsatz sein.

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