Meschede. Nach 87 Jahren ist es nun vorbei mit dem Forstamt Meschede. Ab dem ersten Januar gibt es nur noch das Regionalforstamt Oberes Sauerland in Schmallenberg. Gestern sagten sich Forstleute und Waldbauern in der Aula des Berufskollegs »Auf Wiedersehen«.
»Wir haben Angst vor dem Riesenforstamt«, sagte Hubert Mathweis, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Eslohe, zum Abschied. Es sei wohl Schicksal, dass die Waldbesitzer in diesem Jahr Kyrill und die Forstreform gleichzeitig zu bewältigen hatten. Stellvertretend für alle Waldbauern dankte er Edgar Rüther, dem bisherigen Leiter des Mescheder Forstamts für die enge Zusammenarbeit: »Sie waren immer zur Stelle, riefen immer zurück und ihr Solidarmodell war für uns ein Segen.« Dass die Aufarbeitung des Windbruch-Holzes jetzt schon abgeschlossen sei, sei Rüthers Verdienst.
Wie eng die Zusammenarbeit zwischen Forstamt und Waldbesitzern gerade in diesem Jahr war, wurde deutlich als sich Edgar Rüther entschuldigte – dafür, dass er dem einen oder anderen Waldbesitzer auf die Füße getreten sei. »Hans, geh achtsam mit der Truppe um«, mahnte Rüther seinen Nachfolger Hans von der Goltz, der das Regionalforstamt in Schmallenberg leitet und Rüthers Aufgaben übernimmt.
»Wir hätten das Doppelpack Rüther-Drescher gerne behalten«, sagte Hubert Mathweis, aber diesen Wunsch kann die Forstverwaltung den Waldbesitzern wohl nicht erfüllen. Edgar Rüther wird wohl zum Forstamt Soest-Sauerland wechseln, sicher wusste er es aber noch nicht. Sein Kollege Ferdinand Drescher wird sich auch weiterhin um die Forstwege kümmern, allerdings in einem weitaus größeren Bezirk.
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