Meschede. Eine dreiviertel Million hat die Abt-Harduin-Bießle-Stiftung seit März diesen Jahres schon eingesammelt. Auf fünf bis sechs Millionen Euro muss das Stiftungskapital noch anwachsen, damit das Gymnasium der Benediktiner auch künftigen Herausforderungen gewachsen ist.
Die Kosten des Schulbetriebs am Gymnasium der Benediktiner trägt zu 94 Prozent das Land. Die restlichen 6 Prozent – rund 300 000 Euro jährlich – müssen die Mönche selbst beitragen. Vier Brüder, die als Lehrer arbeiten, geben ihr Geld direkt wieder an die Schule ab, der Rest kommt aus dem Ertrag der klösterlichen Wirtschaftsbetriebe. Mit der Stiftung soll dieser Geldfluss auch für die Zukunft gesichert werden. Spender und Sponsoren sind herzlich willkommen.
Eine der zukünftigen Herausforderungen heißt Ganztagsschule. Durch die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre, so Schulleiter Heinz-Jürgen Plugge, werde die Ganztagsschule beinahe schon erzwungen. An vielen Schulen versuche man die Verdichtung des Lehrstoffs mit mehr Wochenstunden zu bewältigen. Täglich acht bis zehn Stunden Unterricht an einem Stück seien aber nicht sinnvoll. »Besser ist es, den Unterrichtstag mit Sport- und Freizeitangeboten aufzulockern.«
Benannt nach dem ersten Abt des Mescheder Benediktiner-Konvents, sammelt die Abt-Harduin-Bießle-Stiftung Geld für das Gymnasium der Benediktiner.
Die Stiftung sammelt nur Geld, die Trägerschaft der Schule bleibt weiterhin bei den Mönchen.
Spenden sind steuerlich abzugsfähig, auch Erbschaften sind willkommen.
Es gibt einen anonymen Sponsor, der jede Spende bis zu einem Gesamtbetrag von zwei Millionen Euro verdoppelt.
Wer spenden möchte ruft Br. Antonius Fach an: 0291-29 95 104
Dafür braucht man Platz, Personal und Kooperationen, sagt Abt Dominicus Meier: Eine größere Mensa, Räume für Freizeitangebote, Menschen, die die Kinder beaufsichtigen und anleiten und Vereine, die einen Teil ihrer Angebote in die Schule tragen.
Gerade die Vereine, so Meier, werden mit der Ausbreitung der Ganztagsschulen vor neue Herausforderungen gestellt, denn wenn der Unterricht auch nachmittags stattfinde, bleibe für Vereine nicht mehr viel Zeit. »Sportanlagen haben wir auch. Warum sollte nicht ein Teil des Vereinslebens in der Schule stattfinden?« Ein Verein hat sich schon bei den Benediktinern gemeldet: Das Rote Kreuz möchte Sanitätsunterricht geben.
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