Milchbauern bekommen mehr Geld

Eslohe. Die Milchbauern im Sauerland haben sich ein höheres Milchgeld erkämpft. »Bei der letzten Abrechnung war der Grundpreis auf 38 Cent«, freut sich Hubertus Mathweis. Die Streikdrohung der Milchviehalter hat offenbar gewirkt.

»Wer jetzt Milch mit den erwünschten Inhaltsstoffen liefert, kommt auf 40 Cent«, erklärt Mathweis, der mit zwei Dritteln der rund 300 sauerländischen Milchbauern und dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) für einen besseren Milchpreis gekämpft hat.

Gestiegene Energie- und Futterpreise haben ebenfalls zu dem besseren Preis beigetragen, sagt Mathweis, »das waren wir nicht alleine.«

Für den angedrohten Streik hätte es möglicherweise auch nicht ganz gereicht. Nicht in allen Regionen Deutschlands haben so viele Milchbauern das Verhandlungsmandat des BDM unterschrieben. Deshalb, so Mathweis, sei der Verband zwar entschlossen, aber auch vorsichtig vorgegangen.

Ihr Ziel haben die Milchbauern auf diese Weise trotzdem erreicht: Milchviehhaltung kann wieder wirtschaftlich betrieben werden – sofern Energie- und Futterpreise dem Milchpreis nicht doch noch davon laufen. »Es gibt auch Molkereien, die schon einen Grundpreis von 40 Cent zugesagt haben«, sagt Mathweis. Er gehe davon aus, dass der jetzige Milchpreis bis Mitte kommenden Jahres stabil bleibe, so lange laufen die Verträge. Langfristig, meint er, werde sich der Grundpreis aber wahrscheinlich bei 35 Cent einpendeln.

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