Musik schnuppern bei der Feuerwehr

Sarah beschnuppert das Horn

Meschede. In Sarahs Grundschule hat neulich jemand etwas auf seinem Saxophon vorgespielt. »Da sind auch die Kinder aus den anderen Klassen hereingekommen«, berichtet die Achtjährige. Jetzt hätte sie eventuell ein bisschen Lust, das auch mal zu probieren.

»Wenn man die Kinder nicht mit sechs Jahren für die Musik begeistert hat, sind sie an andere Vereine verloren«, sagt Werner Kotthoff. Deshalb lud der Förderverein des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr am Sonntagnachmittag zum Schnuppern ein. Beschnuppern kann man im Feuerwehrgerätehaus an diesem Nachmittag allerlei Blasinstrumente. Zwischen Klarinette, Trompete, Horn, Tuba, Saxo- und Susaphon liegt sogar eine Melodika. »Die haben wir extra für die Jungs hier liegen«, erläutert Kotthoff. Blockflöten sind in den Augen der Jungs eher Instrumente für Mädchen. Die Melodika sieht mit ihren Tasten wenigsten ein bisschen nach Keyboard aus und das ist schon wesentlich cooler.

Auch wenn die Blockflöte eher uncool ist – für die musikalische Grundlage ist sie sehr wertvoll. Deshalb erhält auch Sarah den Rat, erst einmal die Flötentöne zu lernen, bevor ihre Eltern für ein Saxophon in die mehr oder weniger tief Tasche greifen müssen.
Ausprobieren geht aber immer. Die Kinder drängen sich um die Instrumente. Und tatsächlich: Es kommen Töne heraus. Ob Holzblatt oder Metalltülle – die meisten schaffen es auf Anhieb, irgendein Geräusch zu erzeugen.

In einer Mietwohnung könnten diese Geräusche eventuell zu Verdruss mit den Nachbarn führen. Moderne Technik kann besorgten Eltern diese Sorge aber abnehmen. Werner Kotthoff präsentiert einen Schalldämpfer für das tönende Blech, der den Klang des Instruments in Kopfhörer umleitet. Wer sie nicht trägt hört nichts. Karsten Kleinschnittger ist trotzdem froh, dass das Susaphon, das sein Sohn Max gerade geschultert und getutet hat trotzdem nicht in die engere Wahl des Nachwuchses fällt. Max tendiert eher zum Saxophon, möchte aber noch das Schlagzeug ausprobieren. Dafür gibt es allerdings noch keinen Schalldämpfer.

Schlagzeug wäre eventuell auch für die achtjährige Svenja eine Alternative. Aber eigentlich tendiert sie eher zur Klarinette. Blockflöte kann sie schon. Ihre fünfjährige Schwester Ariane spielt noch kein Instrument, versucht sich aber ebenfalls am Saxophon, das an diesem Sonntag besonders hoch im Kurs zu stehen scheint. Arianes Herzenswunsch ist aber etwas ganz anderes: »Sie sagt schon jedem, dass sie Geige lernen wird«, erzählt ihre Mutter.

Neue Kurse nach den Ferien

Neue Kurse beginnen nach den Herbstferien – etwa für Instrumente wie Blockflöte, aber auch Melodika.

Ebenfalls im Angebot: ein Schlagzeug-Kurs. Er läuft als halbstündiger Einzelunterricht, den ein Berufsmusiker erteilt. Auch in diesem sind noch Plätze frei.

Anmeldungen: beim Vorsitzenden des Fördervereins, Werner Kotthoff, Tel: 0291-6568.

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