Sie haben einen Traum

Bödefelder Waden bei staubigem Spiel

Bödefeld. »Dieser Platz ist dreckig und führt zu unangenehmen Verletzungen« sagt Peter Neuhaus. Außerdem hat die Stadt Schmallenberg gerade die Förderung von Kunstrasenplätzen beschlossen. Arpe bekommt schon einen, der TuS 1921 Bödefeld will jetzt auch einen haben.

Der Antrag ist gestellt und ein Finanzierungskonzept steht auch. Wenn die Hauptversammlung zustimmt, könnte zum Vereinsjubiläum im Jahr 2011 schon auf sauberem Kunststoff gekickt werden.

Damit das funktioniert, muss der Verein aber 100 000 Euro selbst zu den Kosten für den Kunstrasenplatz beisteuern. »Der Platz technisch durchgeplant«, sagt Neumann. Nun muss die Hauptversammlung noch dem dreistufigen Finanzierungskonzept zustimmen.

Und das sieht so aus: Über einen Sonderjahresbeitrag von 135 Euro, verteilt über drei Jahre, sollen 32 000 Euro in die Kasse kommen. Jugendliche, Ehrenmitglieder und Rentner zahlen diesen Sonderbeitrag nicht.
Aus Eigenmitteln des Vereins und des Förderkreises sollen 20 000 Euro hinzu kommen. In der dritten Stufe sollen 27 000 Euro durch Spenden und den Verkauf von (Kunst-)Rasenstücken eingenommen werden. Das macht insgesamt 79 000 Euro.

Das muss reichen. Damit es reicht, wird beim Bau gespart. Den Randbereich des 95 mal 60 Meter großen Platzes sollen die Vereinsmitglieder selber pflastern, das umlaufende Aluminiumgeländer lässt sich zumindest auf der Seite zum Bach hin einsparen und der vier Meter hohe Zaun, der auch dazu gehört, ist auf drei Seiten schon vorhanden.

Wenn also die Hauptversammlung am Wochenende zustimmt, könnten ab 2011 blutige Szenen wie am vergangenen Wochenende endgültig der Vergangenheit angehören. »Da ist wieder ein Mädchen beim Training hingefallen und hat sich das ganze Bein aufgeschürft.«

Bis dahin werden die Fußballer des TuS Bödefeld wohl noch oft schmutzig. Weil in diesem Jahr aber noch neue Umkleidekabinen mit Duschen gebaut werden – der Förderantrag war bereits von acht Jahren gestellt worden – sieht der TuS einer rundum sauberen Sache freudig entgegen.

Peter Neumann, Torsten Risse und Lorenz Brune haben einen Traum.
Peter Neumann, Torsten Risse und Lorenz Brune träumen von sauberem Sport.

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