Bestwig/Meschede. Der Strafprozess gegen den ehemaligen Geschäftführer mehrerer Energietechnikunternehmen in Bestwig geht in die Verlängerung.
Eine Gerichtsvollzieherin hatte letzten Verhandlungstermin ausgesagt, der Angeklagte habe alle Forderungen bezahlt und immer wieder versucht, die Firma zu retten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten jedoch vor, von der Überschuldung der Firma gewusst und die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wissentlich hinausgezögert zu haben. Um festzustellen, ob es bereits frühzeitig Anzeichen einer Überschuldung der Firma gab, braucht das Gericht das Gutachten eines Sachverständigen. Bis das fertig ist, wird es einige Wochen dauern.
Damit in dieser Zeit die anderen Anklagepunkte – unter anderem Subventionsbetrug – weiterverhandelt werden können wird das Verfahren abgetrennt.
Zum gestrigen Verhandlungstermin war der Angeklagte nicht erschienen. Er arbeitet inzwischen wieder als Angestellter und musste einen Geschäftstermin in Stuttgart wahrnehmen. Hätte er das nicht getan, droht ihm die Entlassung. Das Gericht zeigte sich gestern geneigt, dies als Entschuldigung für das Fernbleiben anzuerkennen und hätte auch gern in Abwesenheit des Angeklagten weiter verhandelt. Das ist aber nur bei kleineren Verfahren erlaubt. Deshalb wurde wieder vertagt. Weiter geht es Ende Juni.
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