Warnstreiks

Warnstreik bei Tital

Bestwig. Mit kurzen Warnstreiks bei Tital, Busch und zwei weiteren Firmen in Arnsberg zeigte die IG Metall gestern im Sauerland ihre Zähne.

»Diese Veranstaltung ist nur eine ganz zarte Andeutung dessen, was wir in den kommenden Wochen machen, wenn die Arbeitgeber kein Angebot vorlegen«, sagte Gewerkschaftssekretär Gerhard Grawe in Bestwig. Um zwölf Uhr hatte sich die Belegschaft von Tital vor dem Werkstor mit Fahnen, Transparenten, Streik-Hemden und Trillerpfeifen ausgerüstet, um die Tarifforderungen ihrer Gewerkschaft zu unterstützen.

»Uns helfen keine Politiker, die nach Tariferhöhungen rufen, nachdem sie uns mit der Mehrwertsteuer-Erhöhung das Geld aus der Tasche gezogen haben. Das ist unredlich« rief Grawe seinen Kollegen zu. Nach vier Verhandlungsrunden haben die nordrhein-westfälischen Arbeitgeber noch kein abschlussfähiges Angebot vorgelegt. Die vorgeschlagenen 2,5 Prozent, so Grawe, seien viel zu wenig angesichts der Wachstumserwartungen von 5,5 bis 6,5 Prozent für die Metall- und Elektroindustrie. Wenn die Arbeitgeber in der laufenden Verhandlungsrunde nicht bis zum kommenden Sonntag ein vernünftiges Angebot vorlegen, werde man über eine Urabstimmung nachdenken.

Update 5. Mai 2007

Ab dem 1. Juni 2007 erhöhen sich die Tabellenwerte um 4,1 Prozent, für die Monate April und Mai 2007 gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro, ab 1. Juni 2008 gibt es eine Entgelterhöhung von 1,6 Prozent für weitere 5 Monate und von Juni bis Oktober 2008 gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von fünf mal 0,7 Prozent.

Na, also. Geht doch.

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