Grevenstein. Mit 3 Hektar (30 000 Quadratmeter) in Flammen hat die diesjährige Waldbrand-Saison heute zwischen Grevenstein und Altenhellefeld einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Grevenstein und den umliegenden Ortschaften waren mit 150 Mann im Wald unterwegs, um durch Kyill umgeworfenes Holz zu löschen.
Allerdings nur so lange bis ein Hubschrauber des Heeres anfing, mehrere 5 000 Liter-Ladungen Wasser abzuwerfen. An der Brandstelle ist kein Löschwasser verfügbar. Für den ersten Löschangriff und das weitere Löschen von Brandnestern wurde es in 12 Güllewagen herbei geschafft. Die Brandursache ist unklar.
Update 3. Mai 2007
Der Mittwoch bei Grevenstein ausgebrochene Waldbrand entstand nach bisherigen Erkenntnissen durch Selbstentzündung. Weder die Löscharbeiten, noch die polizeilichen Brandermittlungen ergaben bisher Hinweise auf eine Brandstiftung vorsätzlicher oder fahrlässiger Art. Die Ermittlungsbehörden verzichten auf den Einsatz eines Brandsachverständigen. Polizeibericht vom 3. Mai 2007
Update 10. Mai 2007
Güllefässer und Feuerwehrschläuche passen eigentlich nicht zusammen. Gut, dass sich die Stadt rechtzeitig mit entsprechenden Anschlussstutzen eingedeckt hat. Gut auch, dass Freiwillige Feuerwehr und Landwirte für den Waldbrand in Grevenstein gerüstet waren.
Bürgermeister Uli Hess sagt »Danke«. Im Rahmen eines Pressegesprächs dankte er den 254 Feuerwehrleuten aus Meschede, Sundern, Arnsberg und Eslohe für ihren Einsatz beim Waldbrand in Grevenstein. Dank auch an die 52 Einsatzkräfte von DRK, Polizei, Bundeswehr und der DLRG, die aufgepasst hat, dass die Löschhubschrauber beim Tanken in Sorpe- und Hennesee keinen Badegast in ihre Wasserbehälter aufnahmen.
Der besondere Dank des Bürgermeisters geht an die 24 Landwirte aus dem gesamten Stadtgebiet, die mit ihren (weitgehend sauberen) Güllefässern das Löschwasser zum Feuer brachten. Weil der Löscheinsatz samt Brandwache immerhin zwei Tage gedauert hat, an denen die Leute der Freiwilligen Feuerwehr an ihrem Arbeitsplatz fehlten, dankt der Bürgermeister natürlich auch den Arbeitgebern für ihr Verständnis.
Sowohl Einsatzleiter Johannes Thüsing als auch Kreisbrandmeister Martin Rickert und Stadtbrandmeister Meinolf Kaiser zeigten sich mit Vorbereitung und Einsatz zufrieden. Der mit drei Hektar bisher größte Waldbrand im Sauerland habe wichtige Erfahrungen für künftige Einsätze geliefert. Diese Erfahrung ist auch nötig. Denn die Gefahr, dass eine Windwurffläche in Brand gerät, wird nach Ansicht von Ferdinand Drescher vorm Forstamt Meschede noch fünf bis sechs Jahre bestehen bleiben.
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