»Wir sind Geschichtenerzähler«

Rogelito Lopez de Souza, Vizeweltmeister der Klippenspringer, springt jetzt in Fort Fun.

Wasserfall. Tollkühne Turmspringer, die sich kopfüber in ein viel zu kleines Wasserbecken stürzen, kann man in vielen Freizeitparks sehen. Doch nur in Fort Fun springen brennende Indianer – und erzählen außerdem eine Geschichte für die ganze Familie.

Ikarus Airways

Sprung aus 25 Meter Höhe in ein viel zu kleines Wasserbecken.

Frauenpower: Soldaten werden nass

Frauenpower: Soldaten werden nass.

Todessprung in Flammen: Nicht zu Hause nachmachen

Todessprung in Flammen: Nicht zu Hause nachmachen.

Der Indianer-Stamm von Häuptling Tatonka hat schon bessere Zeiten erlebt. Nun werden die einst tapferen Krieger von Leutnant Harrison böse unterdrückt. Das Fort, das Harrison bauen soll, wird nicht recht fertig, weil der weiße Mann zu sehr mit einem Nebenerwerb, der Produktion von Whiskey, beschäftigt ist. Eines Tages besinnen sich die roten Männer ihrer alten Größe. Angestiftet von einem Cowboy und Freund der Indianer, zeigen sie den Soldaten, wie weit sie sie werfen können. Dem Leutnant verderben sie durch üble Streiche den Wasservorrat seiner Whiskey-Produktion.

Dieser Wasservorrat ist ein Becken von überschaubarer Größe und nur 3,50 Meter Tiefe. Will man zum »Todessprung« aus 25 Meter Höhe dort hineinspringen, sollte man unter Wasser sehr schnell die Kurve kriegen.

Die zehn Darsteller der Stunt-Show kriegen die Kurve. Bis zu 20 Mal pro Show rasen sie mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde aufs Wasser zu. Damit ihnen nicht schon die Oberflächenspannung des Wassers alle Knochen bricht, wird das Becken auf 25 Grad aufgeheizt und die Wasseroberfläche in Bewegung versetzt.

Die Artisten kommen aus Mexiko, Brasilien, Deutschland und der Ukraine. Allesamt waren sie vorher Leistungssportler – Gymnastik, Turmspringen. Unter ihnen ist auch Rogelito Lopez de Souza, Vize-Weltmeister im Klippenspringen. Weil die sehr schnelle Wende unter Wasser aus gutem Grund keine sportliche Disziplin ist, haben sie fünf Monate lang in der Ukraine diese spezielle Technik trainiert.

Vieles ist bei den Sprüngen zu beachten: »Man muss im richtigen Winkel eintauchen, muss auf seine Beinstellung achten«, sagt Brian Alexander. Der Schotte ist Chef der Show und springt auch selbst. Wie sie es schaffen, sich unter Wasser nicht ins Gehege zu kommen, wenn mehrere Männer gleichzeitig aus verschiedenen Winkeln springen, bleibt ihr Geheimnis.

»Wir sind Geschichtenerzähler«, sagt Park-Chef Rascal Hüppe. Die letzte Stunt-Show lief drei Jahre lang. Ebenso lange wurde an »Tatonka« gefeilt. Das Ergebnis sind 25 Minuten gespickt mit Komödie, Zauberei, Slapstick, Akrobatik und etwas Romantik. Die Show läuft seit Karfreitag und ist, so Hüppe, von Anfang an sehr gut bei den Zuschauern angekommen. »Wir haben schon lange von einem ,High Dive´ geträumt«, sagt Hüppe. »Aber weltweit gibt es keine einzige Sprung-Show mit Cowboy und Indianern. Und diesem Thema wollten wir treu bleiben.«

Weitersagen

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • del.icio.us
  • Facebook
  • email
  • Technorati
  • TwitThis
  • YahooMyWeb
  • Linkarena
  • Wikio DE
  • Y!GG
  • Bloglines
  • Google Bookmarks
  • MisterWong
  • Webnews

Schlagworte: , , , ,