»Bitte kämpfen sie weiter«

Gerd Demmel, Jürgen Klasmeier, Hubert Kleff demonstrierten Solidarität mit den Grevensteiner Sportlern.

Grevenstein. »Ich hatte Bammel vor dieser Diskussion«, bekannte ein erleichterter Bernhard Schütte als der Tagesordnungspunkt »Sportplatz« in der Generalversammlung des SuS Grevenstein abgehandelt war. Wüste Beschimpfungen gab es nicht und auch die Polemik hielt sich in Grenzen.

Weitermachen, hieß es am Ende der Aussprache. Weitermachen soll der Vorstand in seinem Bemühen, den Sportplatz in Grevenstein in einen akzeptablen Zustand zu versetzen.

Dieses Bemühen währt nun schon seit 1995 als der erste Antrag gestellt wurde. Seitdem gab es eine unsachgemäße Notoperation und eine Teilsanierung, die auch nicht viel brachte. Seit 2003 müssen vor jedem Spiel die Steine vom Feld geräumt werden, falls man nicht ohnehin lieber auf Bolzplätze in Visbeck und Altenhellefeld ausweicht. Es gab ein Finanzierungskonzept, dem im Rathaus »Modellcharakter« bescheinigt wurde, es gab Gespräche, es gab Anträge, es gab Gutachten, es gab auch schon einmal die Zusage eines Vertrages und eines Zuschusses von der Stadt Meschede. Und es gab den Ratsbeschluss vom vergangenen Donnerstag, den der Erste Vorsitzende, Bernhard Schütte, als »Super-GAU« bezeichnete.

Nun soll man in Grevenstein erst auf das Sportstättenkonzept der Stadt warten. Sollte das im September zu dem Schluss kommen, dass der Sportplatz in Grevenstein wirklich nötig ist, geht die Suche nach dem Geld für die Finanzierung weiter.

Dass die Notwendigkeit des Sportplatzes mit dieser Formulierung als fragwürdig bezeichnet wird hielt Jürgen Klasmeier für eine Unverschämtheit. Auch Gerd Demmel war der Meinung, dass der Sportplatz zu den »unbedingt vorzuhaltenden Kerneinrichtungen« gezählt werden müsse. Demmel war, wie er mehrfach betonte, nicht nach Grevenstein gekommen war, weil der Bürgermeister nicht gekommen war, sondern um seine Solidarität mit den Grevensteinern zu demonstrieren.

Für ihre vierzigjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Ewald Frerkes, Dieter Gockel, Wolfgang Kittler, Fritz Rumpf, Christian Schmiedel, Johannes Schwefer, Friedhelm Temme, Reinhold Temme, Bernhard Schütte und Theo Korth.

Bei den Vorstandswahlen wurde Geschäftsführerin Dorothee Schulte-Bartschat im Amt bestätigt; neuer Ski-Wart ist Thomas Nöcker.

Aus dem gleichen Grund war auch Hubert Kleff MdL der Einladung des ratsuchenden Vereinsvorstandes gefolgt. Auf seiner Homepage schreibt er bei seinen Arbeitsschwerpunkten unter Punkt 7: »Bürgerschaftliches Engagement muss Freude machen und muss sich lohnen.« Einen Koffer mit Geld hatte Kleff freilich auch nicht dabei, aber eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung über Darlehen der NRW-Bank in Olsberg will er dem Vorstand zukommen lassen. »Bitte kämpfen sie weiter«, sagte Kleff zum Schluss.

»Wir haben die Erhaltung des Ski-Lifts und des Freibades hingekriegt«, meinte einer der Anwesenden kämpferisch, »da werden wir den neuen Sportplatz auch hinkriegen.« Die Zustimmung des ganzen Saales war ihm sicher.

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