
Meschede. Das gesamte Windwurfholz im Forstamt Meschede ist verkauft – jedenfalls die derzeit bekannte Menge von einer Million Festmeter.
Eine Million Festmeter Holz, das sind rund 35 500 Langholztransporter mit Sondergenehmigung oder 1 000 Frachtzüge. Ab April erwartet der Leiter des Mescheder Forstamts, Edgar Rüther, einen monatlichen Abtransport von 60 000 Festmetern – rund 2 000 Lastwagenladungen mit Sondergenehmigung. Das Holz geht mehrheitlich nach Süd- und Ostdeutschland, ein Teil geht auch in das benachbarte Ausland.
Edgar Rüther hat viel telefoniert, um Holzkäufer zu finden.
»Das«, so Rüther, »bedeutet allerdings nicht, dass jetzt überall mit der Aufarbeitung der Hölzer begonnen werden kann.« Weil die Transportkapazitäten beschränkt sind, sollte nicht mehr Holz bereitgestellt werden als abtransportiert werden kann. Damit überhaupt so viel Holz auf die Reise geschickt werden kann, wird zur Zeit der Bahnhof Wennemen reaktiviert. Dort entsteht zur Zeit eine neue Verladestraße. Ab Ostern soll dort pro Tag ein ganzer Zug (1 000 Festmeter) beladen werden. Wenn alles einigermaßen geplant laufe, so Rüther, werde der Hauptteil des Schadholzes bis zum Sommer 2008 abtransportiert sein.
Mit Mehreinnahmen aus Holzverkäufen des Staatswaldes werden außerdem acht zusätzliche Mitarbeiter im Fortsamt Meschede bezahlt. Die per Dienstleistungsvertrag beschäftigten zusätzlichen Forstleute sollen dabei helfen, den Einsatz von Maschinen und Holzabfuhr zu überwachen, und die Holzmengen für jeden Waldbesitzer so exakt wie möglich zu erfassen.
Über eine Aufhebung der generellen Waldsperrung für Erholungssuchende wird das Forstamt erst in 14 Tagen entscheiden.
Derzeit werde noch intensiv daran gearbeitet, die Waldwege zu räumen und gefährliche Bäume entlang der Wege zu beseitigen. Erst wenn dies weitgehend erledigt sei, werde die Waldsperrung dahingehend gelockert, dass geräumte Waldwege wieder betreten werden können – allerdings auf eigene Gefahr.
Waldflächen, nicht geräumte Wege und vor allem Bereiche, in denen Holz aufgearbeitet wird, bleiben aber auch weiterhin gesperrt.
Beliebte Spazierwege, wie rund um den Hennesee und das Kohlweddertal sollen vorrangig bearbeitet werden, so Rüther.
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