Hochsauerlandkreis/Brilon-Scharfenberg. Die mobile Aktivkohlefilteranlage hält über 99 Prozent der Schadstoffe aus dem abgepumpten Drainagewasser zurück, die sonst in die Möhne gelangen würden. Das belegen die ersten Messergebnisse der Wasserproben, die eine Woche nach der Inbetriebnahme der Anlage entnommen worden sind. Von 800 Mikrogramm pro Liter im Auffangbecken bleiben nach der Behandlung lediglich 0,2 Mikrogramm pro Liter übrig. Dadurch ergeben sich positive Effekte auch für die Steinbecke und im weiteren Verlauf für die Möhne.
Mit dem Fortgang der Bauarbeiten auf der sechseinhalb Hektar großen Nordfläche werden momentan rund 60 Prozent des verunreinigten Wassers durch die Tiefendrainage abgefangen und behandelt. Wenn die Tiefendrainage komplett fertig gestellt ist, werden mehr als 80 Prozent des Wassers gereinigt.
Reinhard Pape, Fachdienstleiter Bodenschutz beim Hochsauerlandkreis, freut sich über diese Ergebnisse: »Die bisherigen Annahmen und die Erkenntnisse aus den Voruntersuchungen zur Geologie und Hydrogeologie der belasteten Nordfläche wurden während der Tiefbauarbeiten bestätigt. Ich bin mir sicher, dass damit die Tiefendrainage eine wirkungsvolle Sanierungsvariante ist.«
Der Hochsauerlandkreis hatte sich vor drei Wochen dazu entschieden, kurzfristig eine mobile Aktivkohlefilteranlage aufzustellen. In dieser Anlage soll das belastete Wasser aus der vorhandenen alten Flächendrainage und der neuen Tiefendrainage so lange behandelt werden, bis die fest zu installierende und größere Anlage voraussichtlich Mitte März ihre Arbeit aufnehmen kann.
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