Anonyme Spende für Delfin-Therapie

Calle. Als Monika Brunert-Jetter vorgestern anrief und sagte, sie habe eine Spende von 5 000 Euro zu übergeben, konnte Lauras Mutter es zunächst nicht glauben. Ein anonymer Spender hatte zu seinem Geburtstag um Geldspenden gebeten. Das Geld soll dem körperbehinderten Mädchen eine besondere Therapie ermöglichen.

Laura ist neun Jahre alt und leidet an spastischer Tetraplegie, einer Krankheit, bei der alle Extremitäten steif sind. Sie ist auf den Rollstuhl und viel Hilfe angewiesen. Damit sie sich überhaupt bewegen kann muss sie jeden Tag zur Krankengymnastik. Hinzu kommen Ergotherapie, Logopadie, Osteopathie und Hippotherapie. Alles, was Lauras Beweglichkeit und Lebensqualität verbessert ist gut, sagt ihre Mutter, auch wenn die Krankenkasse es nicht bezahlt.

Geholfen hat auch die Delfin-Therapie. Deren Wirksamkeit ist zwar nicht unumstritten, aber Laura hat es geholfen. Drei Mal konnten die Eltern ihrem Kind die heilsame Begegnung mit den Meeressäugern bereits ermöglichen und jedes Mal verbesserte sich Lauras Zustand erheblich.

Eine Fortsetzung scheiterte aber als die Vorsitzende des Vereins »Dolphin Kids« in Köln das für die Therapien angesparte Geld von 170 Kindern veruntreute. Der Spender, eine Person des öffentlichen Lebens, hörte von der Geschichte und bat Brunert-Jetter, das Geld zu übergeben.

Die Familie, die auch viel Unterstützung durch den Fußballverein und die Nachbarn in Calle erfahren hat, hofft nun darauf, wieder einen der wenigen Therapieplätze in Spanien zu bekommen. Dort muss dann die ganze Familie hinreisen, denn auch das gehört zur Therapie.

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