BUND fordert PFT-Untersuchungsausschuss

Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur lückenlosen Aufklärung des PFT-Skandals.

Der Untersuchungsausschuss müsse vorrangig klären, wie es trotz jahrelanger Kenntnis der zuständigen Behörden bis zum Jahre 2006 dauern konnte, ehe das Umweltgift »zufällig« in den als Bodenverbesserer getarnten Sonderabfällen entdeckt und die Verursacher ermittelt wurden. Gleichzeitig müsse die Sanierung der belasteten Flächen mit Hochdruck vorangetrieben werden. Die jetzt vom Land geplante Drainage der belasteten Flächen sei unzureichend, einzig ein vollständiger Bodenabtrag führe zu einer dauerhaften Verhinderung weiterer PFT-Einträge in die Gewässer.

»Ohne gravierende Fehler und Versäumnisse der zuständigen Behörden wäre es nicht zu diesem Umweltskandal gekommen. Seit 2002 wussten die Behörden von der großflächigen Aufbringung dubioser »Bodenverbesserer«, ohne dass den zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung mit der notwendigen Konsequenz nachgegangen worden wäre. Wir halten die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses für zwingend erforderlich, um die Missstände lückenlos aufzuklären und die notwendigen Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen.«
Paul Kröfges, stellvertretender Landesvorsitzender des BUND

Die SBL-Fraktion im Kreistag des Hochsauerlandkreises findet die Idee auch gut.

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