Gift in Ruhr und Möhne VIII

PFT in Forellen und Gras nachgewiesen

Hochsauerlandkreis. Die Untersuchungen im Fraunhoferinstitut, Freising, haben in einem Fischteich bei Brilon-Scharfenberg eine hohe PFT-Belastung ergeben. Die untersuchten Forellen einer nicht gewerblichen Teichanlage sind mit bis zu einem Mikrogramm pro Gramm Fischmuskulatur belastet. Eine weitere Anlage war unbelastet. Das Veterinäramt des Hochsauerlandkreises hat angeordnet, dass aus der belasteten Teichanlage vorläufig keine Fische für den Verzehr oder die Abgabe entnommen werden dürfen.

Im Weidegras einer Parzelle bei Brilon-Scharfenberg konnte ebenfalls PFT in Höhe von 0,1 Mikrogramm pro Gramm nachgewiesen werden. Das Gras einer benachbarten Parzelle war dagegen nicht belastet. Die betroffene Parzelle wird bereits seit Bekanntwerden der PFT-Problematik Anfang Juni nicht mehr als Weideland genutzt.

Diese Ergebnisse machen deutlich, wie schwierig eine abschließende Beurteilung für alle beteiligten Stellen ist.
Der Hochsauerlandkreis hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin um eine kurzfristige Stellungnahme gebeten, wie die nachgewiesenen PFT-Belastungen hinsichtlich des Verzehrs von Fischen bzw. der Nutzung von Weideland aus Sicht des Verbraucherschutzes einzustufen sind.

Der Kreis wird in den nächsten Wochen weitere Untersuchungen von Fischen und Futtermitteln veranlassen.

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