Meschede. Sprachförderung im Kindergarten ist zwar in aller Munde, aber Geld vom Staat gibt es dafür nicht. Im Gemeindehaus der Johanneskirche begann gestern eine zweitägige Schulung für Menschen, die die Aufgabe ehrenamtlich übernehmen.
Der Rotary-Club Meschede-Warstein macht es möglich: 30 Frauen werden zu ehrenamtlichen Sprachhelferinnen für Kindergärten ausgebildet. Dort werden sie später Einwandererkindern in kleinen Lerngruppen Deutsch beibringen. Die Ausbildung der ehrenamtlichen Helferinnen übernehmen Gesine Lumpp und Elke Gompf, Dozentinnen der Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf in Baden-Württemberg, wo Sprachhelferinnen für die vorschulischen und außerschulischen Betreuung von ausländischen Kinder seit 1973 ausgebildet werden.
Für den Rotary-Club ist dies die zweite Phase eines Projekts, das 2003 begann. In der ersten Phase richtete sich das Ausbildungsangebot an arbeitslose Erzieherinnen. Das machte die Finanzierung einfacher, denn dafür gab es unter anderem Geld vom Arbeitsamt. Auf Dauer, so erläuterte Rudolf Peter vom Rotary-Club, waren die Ausbildungskosten von rund 30 000 Euro pro Jahr aber zu hoch.
Der neue Lehrgang wird vollständig von den Rotariern finanziert und ist für die Teilnehmerinnen kostenlos. Eine staatliche Förderung gibt es nicht.
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