Eversberg. Ein Wanderangebot für die Soester und Lippstädter soll es werden und eine touristische Bereicherung für Eversberg. Ferdi Trudewind hat sich lkein Wanderprogramm ausgedacht, das Besucher durch den Wald in die historische Altstadt bringen soll.
Kaum ein Schild zeigte bis jetzt den Weg nach Eversberg [GP:Eversberg]. Ferdi Trudiwind wollte nicht mehr auf Verkehrsverein und Kommunalpolitik warten und hat die Sache selbst in die Hand genommen.
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Ein bisschen maikühl war es gestern auf dem Stimm Stamm und die Regenwolken wussten am Vormittag auch noch nicht so recht, was sie machen sollten. Wahrscheinlich war das der Grund, warum sich der Andrang für die Wanderung nach Eversberg in Grenzen hielt: Vier Wanderer fanden sich am Treffpunkt auf dem Stimm-Stamm ein.
Die Ankündigung des Wanderprogramms inklusive Stadtführung und Museumsbesuch in Eversberg kaum auch ein bisschen spät. Kegel- und Sportclubs, Gruppen und Vereine hatte ihre Termine für Pfingsten schon gemacht. Aber, da ist Ferdi Trudewind zuversichtlich, wenn das Angebot erst mal mehr bekannt wird, kommen auch mehr Wanderer. Die werden für den Rücktransport dann sicher auch den Planwagen in Anspruch nehmen, der am Montag erstmal leer über den Plackweg zuckelte.
Drei Touren hat Trudewind markiert: eine ganz leichte, die man auch im hohen Alter noch schaffen kann, eine immer noch leichte für rüstige Rentner und eine für sportliche Wanderer, die auch gern an Stöcken gehen.
Von dem touristischen Potential Eversbergs ist Trudewind überzeugt: »So viel wie Eversberg an historischen Denkmäler zu bieten hat, hat kaum ein anderer Ort in Nordrhein-Westfalen.« Aber dieses Potential droht ungenutzt zu verdorren. Immer weniger Blumen schmücken der Ort und immer mehr Bäume werden gefällt, so Trudewind. Auch die Organisation seines Wanderangebots ließ schon im Vorfeld Wünsche offen. Er ärgert sich über einen Verkehrsverein, der nichts unternimmt, über Kommunalpolitiker, die zwar seine Idee von Sichtachsen im Wald und Ausblicken auf Eversberg zögerlich aufgreifen, aber wenig unternehmen und über ein Forstamt. Das meint, organisierte Wanderungen bedürfen einer Genehmigung. Die Genehmigung hat sich Trudewind besorgt. Die Behörde hat für den Verwaltungsvorgang eine Gebühr von 50 Euro kassiert.
Aber das wird schon. Die vier wetterfesten Wanderer fanden den Weg am Montag auch ohne Führer. Schließlich mangelt es am Plackweg nicht an Wanderzeichen. An Wanderern mangelt es eigentlich auch nicht. Tatsächlich herrscht dort oben reger Verkehr. Nur geht der meistens an Eversberg vorbei. Ebenso wie die weiteren vier Wanderer die Trudewind unterwegs mit seinem Planwagen aufliest. Die sind auf dem Weg nach Föckinghausen und lassen sich gerne ein Stück mitnehmen.
Am »Ausspann« dem historischen Pferdewechselplatz mitten im Wald über Eversberg treffen sich noch mehr Wanderer. Schilder weisen auch hier in alle Richtungen, aber keines zeigt nach Eversberg. Wo der Ort liegt, muss man schon im Gefühl haben oder mit Karte und Kompass berechnen. Der Wald ist dicht und die Bäume geben nur ganz selten eine Aussicht frei.
»Warum sollten die Menschen aus dem nördlichen Raum um Soest und Lippstadt erst so weit zum Rothaarsteig fahren, um zu wandern? Wir liegen viel näher.« Weil Eversberg auf den bestehenden Wegmarkierungen nicht erwähnt ist, hat Trudewind noch ein paar Schilder angebracht, die »seinen« Weg markieren. Die Besucher werden schon kommen, das ist er zuversichtlich.
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Lokalteil Meschede
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