
Sie kommen immer wieder: Fleming Nielsen aus Dänemark war – wie viele andere – auch schon im vergangenen Jahr dabei.
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Bödefeld. Eigentlich sollte das Extremwandern nur im Nebenprogramm laufen. Der dritte Bödefelder Hollenmarsch zeigt aber deutlich: Das Extreme ist zum Zugpferd der Veranstaltung geworden.

Blasen sind kein Hindernis: Juriy Garvrylenko ist an Langstrecken auf dem Mountain-Bike gewöhnt. foto|be
Ganze 13 Anmeldungen gab es für die kürzeste Strecke von drei mal 15 Kilometern. Immerhin 60 Wanderer wollten an drei Tagen je 25 Kilometer zurücklegen, 56 wagten sich auf die 35 Kilometer-Strecke. Für die drei mal 45 Kilometer meldeten sich noch elf Teilnehmer – 124 kamen für den Gewaltmarsch von 101 Kilometern durch die Nacht.
Erstmals in diesem Jahr bot das Hollenmarsch-Team um Ralf Brune auch den »Hollenlauf« an. Für die Distanz von 101 beziehungsweise 57 Kilometern mit einer Höhendifferenz von 1097 Metern hatten sich 101 Marathon-Läufer angemeldet. Nur rund 30 Läufer gingen für die 33 Kilometer-Laufstrecke an den Start.
Für Ralf Brune ist die Marschrichtung klar: »Wir wollen das Mekka des Extremwanderns in Nordrhein-Westfalen werden.« Eine Konkurrenz mit anderen Veranstaltungen im Land gibt es bislang nicht. Auch den im Herbst stattfindende Rothaarsteig-Marathon sieht Brune eher als Partner, wenn es um die Vermarktung des Sauerlandes geht. Vom großen Vorbild, Groß-Wandertag »Vierdaagse« in Nijmegen ist man in Bödefeld aber noch weit entfernt. Dort wandern regelmäßig 15 000 Teilnehmer und eine Million Gäste sehen ihnen dort beim Zieleinlauf zu.
Zuschauer fehlen noch in Bödefeld. So kam der erste Extremwanderer weitgehend unbemerkt zwei Stunden vor der erwarteten Zeit gegen halb acht wieder in Bödefeld an. Eduard Verplancke aus Vremde in Belgien legte die Strecke in 14 Stunden zurück – zwei Stunden weniger als der Vorjahressieger. Verplancke ist so etwas wie ein Profi in Sachen Extremwandern. Mit seinen Freunden vom Verein »Wandelmee« reist er von einem Extremwander-Event zum anderen quer durch Europa. Steven Wuyts, der als Zweiter ankam, hat eine vergleichbare Strecke in diesem Jahr schon 15 mal zurückgelegt und André Jansens, er kam als Vierter an, wandert mit seinen 68 Jahren in jeder Woche 120 Kilometer.
»101 Kilometer wandern ist anstrengender als Laufen«, meint Frank Wolff, der am Freitag beim Hollenmarsch seiner Frau Kirsten das Ja-Wort gab. Seine längste Lauf-Strecke war vor ein paar Jahren der Kölner 24-Stunden-Lauf – 184 Kilometer. Uwe Mende aus Münster, Der Sieger des 101-Kilometer-Laufs passierte am Samstag um kurz vor drei den letzten Versorgungspunkt vor dem Ziel: Federnd, frisch und ohne Pause brachte er die letzten sechs Kilometer hinter sich.
Wer sich zwischendurch eine Pause gönnte war voll des Lobs über die gute Beschilderung der Wege und die Organisation. »Die beste Organisation, die ich je erlebt habe«, meinte ein Teilnehmer, der schon an 80 Marathon-Läufen teilgenommen hat.
Dafür hat Brune auch fast das ganze Dorf eingespannt: 200 ehrenamtliche Helfer waren in diesem Jahr für Hollenmarsch und Hollenlauf im Einsatz. Brune will, dass die Veranstaltung jedes Jahr ein bisschen wäschst. Sein Ziel: eine fünfstellige Teilnehmerzahl.
Ergebnisse
101-Kilometer-Lauf
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1. Uwe Mende, Team Frosch Sportreisen
2. Wolfgang Braun, LG Mützenich
3. Michael Lorenz, TV Huchem-Stammeln
57-Kilometer-Lauf
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1. Roland Klinik, Blauweiß Bochum
2. Holger Dumke, BSG WAZ Essen
3. Norbert Madry, Blau-Gelb Marburg
33-Kilometer-Lauf
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1. Renate Damm, ohne Verein
2. Gerhard Engert, DUV
3. Helmut Zurner, 7B Running-Team
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Lokalteil Meschede
9. Mai 2005
Schlagworte: Bödefeld, Freizeit, Hochsauerland, Hollenmarsch, Sport, Tourismus, Wandern
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Hallo,
netter Artikel. Meinen Bericht über diese tolle Veranstaltung habe ich hier veröffentlicht:http://www.laufen-aktuell.de/laufen-aktuell/content/forum/showthread.html?t=20373
Bilder vom Marsch sind hier zu sehen
https://fotoalbum.web.de/gast/wandererhh/Hollenmarsch06Gruß Martin aus Hamburg
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