Berlar. Die Bestätigung der Wirtschaftlichkeitsanalyse durch einen Wirtschaftsprüfer sei nur noch eine Formsache, sagt Dietrich Kasper, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Hochsauerland St. Altfrid gGmbH. Das ehemalige Mutter-Kind-Heim des Bistums Essen geht im Juni wieder an den Start.
Der bisherige Träger von St. Altfrid, die Caritas des Bistums Essen, unterstützt die Weiterführung des Betriebs durch die Mitarbeiter, in dem sie Haus und Grundstück kostenlos an die neue Firma übergibt. Mit der Liegenschaft werden zwar auch Verbindlichkeiten übergeben, doch die seien, so Geschäftführer Kasper, kein Problem, weil der Wert der Immobilie höher ist als die Summe der Schulden. Die neue Gesellschaft werde zwar Mitglied im Caritas-Verband Essen, weitere Verbindungen, wie etwa eine Umsatzbeteiligung der Caritas, seien aber nicht vorgesehen, so Kasper.
Voraussetzung für die Übergabe durch die Caritas ich eine geprüfte Wirtschaftlichkeitsanalyse; die soll bis Ende kommender Woche vorliegen. Es sei eine solide Rechnung, so Kasper, die auch bereits mit dem Essener Caritas-Direktor Andreas Meiwes besprochen sei. Acht Mitarbeiter von St. Altfrid haben sich beim Handelsregister als Gesellschafter der neuen Firma eintragen lassen. Die Leitung des Hauses soll in den bewährten Händen von Birgit Lippski-Spengler bleiben, bis zu 40 Mitarbeiter sollen dort weiterhin arbeiten.
Das Haus St. Altfrid bietet Platz für 30 Mütter und 44 Kinder. Mutter-Kind-Kuren sollen auch weiterhin das Kerngeschäft des Betriebs bilden. Da neben will Kasper aber auch noch weitere Angebote wie Ernährungsberatung bei Essstörungen und Rückenschule anbieten. Auch eine Tagesklinik für orthopädische Rehabilitationstherapien sei denkbar.
Seid September vergangenen Jahres war die Zukunft von St. Altfrid unklar. Ein Nachfrageeinbruch bei Mutter-Kind-Kuren in den Jahren 2003 und 2004 hat, so Kasper, zu einer Konsolidierung auf der Angebotsseite geführt. Von ehemals 12 Anbietern in Nordrhein-Westfalen seien nur 6 übrig geblieben. St. Altfrid gehört nun offenbar zu diesen glücklichen 6 Einrichtungen, die sich gleichzeitig über eine Erholung auf der Nachfrageseite freuen können. Zwar sei das Haus »in der Szene« bereits totgesagt worden, wie Kasper meint, doch habe man es geschafft, das Vertrauen der Krankenkassen zurück zu gewinnen. Am 7. Juli beginne die erste Kur im neuen St. Altfrid – zwar nicht mit voller Belegung, aber Kasper ist zuversichtlich.
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Lokalteil Meschede
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