Neue Feuerwache für Freienohl

Feuerwehrgerätehaus in Freienohl: Zu klein, zu eng, zu alt

Feuerwehrgerätehaus in Freienohl: Zu klein, zu eng, zu alt

Freienohl. Der Löschzug Freienohl soll ein neues Feuerwehrgerätehaus erhalten. Der Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung fasste am Montagabend einen Grundsatzbeschluss und machte den Weg frei für weitere Planungen.

Um sich ein möglichst genaues Bild der Situation zu machen, tagte der Ausschuss im jetzigen Feuerwehrgerätehaus an der Hauptstraße in Freienohl. Für die vier Einsatzfahrzeuge des Löschzuges ist dort nur wenig Platz, zwischen den Wagen sind Teile der Ausrüstung gestapelt, die dort eigentlich gar nicht sein dürften. Die Garage liegt auf zwei Ebenen, die Nebenräume sind ebenfalls nur über Treppen zu erreichen und für die sechzig Feuerwehrleute viel zu klein. Die gesetzlichen Unfallverhütungsvorschriften können in der Enge kaum eingehalten werden.

Aus den drei von der Verwaltung vorgeschlagenen Optionen wählte der Ausschuss nach ausführlicher Abwägung die kostspieligste Lösung: Neubau des Gerätehauses zwischen der Ruhr und der Straße »Im Ohl«. Die reinen Baukosten dafür belaufen sich nach derzeitigen Planungen auf rund 850 000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Erwerb eines Grundstückes und die Einrichtung des neuen Gerätehauses. Das soll nicht nur ausreichend Platz für Ausrüstung und Einsatzfahrzeuge bieten, sondern sanitäre Anlagen zum Waschen nach den Einsätzen und Gruppenräume, in denen alle Feuerwehrleute gleichzeitig Platz finden.

Die beiden anderen Optionen sahen einen zweistöckigen Neubau oder einen Umbau des jetzigen Gerätehauses im Erdgeschoss vor. Die Baukosten für den Neubau an der jetzigen Adresse hätten rund 750 000 Euro betragen. Für den Umbau hatte die Verwaltung 400 000 Euro veranschlagt. Eine zukunftssichere Lösung hätte nach Ansicht des Ausschusses keine dieser beiden Optionen gebracht. Bürgermeister Uli Hess betonte daher auch, dass der Neubau im Ohl für die nächsten 50 Jahre ausreichen werde.

Wann gebaut wird ist noch nicht klar. Sobald Rahmenbedingungen und Gesamtkosten für den Neubau geklärt sind, soll das Thema erneut beraten werden. Erst dann muss sich auch der Kämmerer Gedanken machen, wie er das Projekt im maroden städtischen Haushalt unterbringt.

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Westfälische Rundschau
Lokalteil Meschede

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