Heringhausen. Ida Kenter wurde gestern in der St.-Nikolaus-Kirche mit dem päpstliche Ehrenkreuz »Pro Ecclesia Et Pontifice« ausgezeichnet.
Papst Benedikt verlieh Kenter den Verdienstorden »für Kirche und Pabst« für »ihren hervorragenden Dienst und außerordentlichen Einsatz«, wie es in der Verleihungsurkunde heißt. Er würdigt damit das über 25-jährige, außergewöhliche, ehrenamtliche Engagement von Ida Kenter in der Caritas der St.-Nikolaus-Gemeinde in Heringhausen. Stellvertretend für Erzbischof Hans-Josef Becker überreichte Dechant Günter Eickelmann die Auszeichnung während des Hochamtes.
Dechant Günter Eickelmann überreichte den Orden »Pro Ecclesia et Pontifice« während des Hochamtes in Heringhausen an Ida Kenter. foto|be
Aufbauend auf dem Evangelium des Tages (Heilung eines Aussätzigen, Markus 1,40-45) würdigte Eickelmann in seiner Predigt die Arbeit Kenters, als Engagement für die Aussätzigen unserer Zeit, das über gesellschaftliche Berührungsängste hinweg gehe und Menschen aus ihrer gesellschaftlichen Isolation hole. Nicht nur Krankheit, sondern auch wirtschaftliche Not und Alter seien Grund dafür, das Menschen von ihren Nachbarn oft gemieden werden und sich aus der Gemeinschaft ausgeschlossen fühlen. »Nicht nur Jesus kann Aussatz heilen, sondern wir alle können diese Wunder vollbringen«, so Eickelmann.
Besondere Verdienste habe sich Kenter vor allem mit der Aufrechterhaltung des Leprakreises und ihrer Seniorenarbeit in Heringhausen erworben, mit der sie Menschen aus ihrer alterbedingten Rückzug hole. Die Ehrung Kenters versteht Eickelmann auch als Ehrung aller anderen ehrenamtlichen Helfer, die sich für andere einsetzen, ohne auf eine Belohnung zu sehen.
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