Wehrstapel [GP:Wehrstapel]. »Da ist jemand sehr sparsam und hat sich bei der Stadt nur eine kleine Mülltonne bestellt«, meint Karl Schmücker, der sich beinahe wöchentlich mit dem Müll befassen muss, der nicht mehr in die Tonne passte.
Schmücker ist Vorstandsmitglied des Elternvereins der den Kindergarten »Pusteblume« in Wehrstapel betreibt. Hinter dem Gartenhaus auf dem Gelände des Kindergartens finden sich mit unschöner Regelmäßigkeit fremde Müllsäcke. Weil die Müllabfuhr nur die Tonnen leert, müssen die Mitarbeiter des Kindergartens den fremden Müll notgedrungen in die eigenen Tonnen stopfen, um ihn wieder loszuwerden. »Wenn unsere Reinigungskraft deswegen länger arbeiten muss, entstehen uns dadurch auch Kosten«, sagt Schmücker.
Die Kosten sind aber nicht das einzige Problem. In unmittelbarer Nähe spielen die 25 Kinder des Kindergartens, die Mülltonnen und wilden Müllberge sind für sie frei zugänglich. Wenn, wie zuletzt geschehen, auch große Scherben abgeladen werden, besteht die Gefahr, dass die Kinder sich daran schneiden.
»Ich wollte nicht gleich die Polizei einschalten«, sagt Schmücke, »sondern es erst einmal über die Zeitung versuchen.« Wenn weiterhin Müll abgeladen werde, komme er aber nicht umhin, Anzeige zu erstatten oder dem Täter aufzulauern.
Auch wenn es Anzeigen dieser Art nicht oft gebe, sagt Udo Heppe von der Polizei in Meschede, so haben seine Kollegen doch schon einige illegale Müllentsorger aufgestöbert. »Meine Kollegen haben sich auch schon die Mühe gemacht, den Müll näher zu untersuchen«, sagt er auf Nachfrage. »Meistens finden sich darin Dinge, die auf den Täter schließen lassen.« Das Geld, dass man mit einer kleinen Mülltonne gespart hat, ist dann für das Bußgeld fällig.
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Lokalteil Meschede
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