Kun esperanto ĉirkaŭ­ la mondo

Meschede. Es gibt nur 16 Grammatik-Regeln und keine Ausnahmen. Esperanto lernt man fünfmal schneller als jede andere Sprache und ein internationales Netzwerk gibt es gleich dazu.

Nein, eine Weltsprache wie Englisch, Französisch oder Spanisch ist Esperanto nicht. Auch Angaben, nach denen es weltweit rund 30 Millionen Esperanto-Sprecher geben soll, hält Bernd Schönberner für übertrieben; drei Millionen seien da schon realistischer. Schönberner hat sich die Sprache 1989 selbst beigebracht und sie seitdem an viele Menschen weitergegeben. In dieser Woche gibt er wieder einmal einen kostenlosen Schnupperkurs in Esperanto.

Bernd Schönberner beim Esperanto-Unterricht

»Biero« heißt – wer hätte es gedacht – Bier. Bernd Schönberner beim Esperanto-Unterricht. foto|be

Sein Grund, selbst Esperanto zu lernen, war ein Kinderdorf in Brasilien, das er finanziell unterstützt. Dieses Dorf war von Esperantisten gegründet worden und alle Bewohner sprechen neben Portugiesisch auch Esperanto. Um sich mit ihnen unterhalten zu können lernte Schönberner die einfachere der beiden Sprachen.

Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wächst die Zahl der Menschen, die sich der internationalen Kunstsprache bedienen, stetig an. Im Jahr 2005 hatte der Esperanto-Weltbund (UEA) Landesverbände in 63 Ländern und Mitglieder in 117 Ländern. Die Landesverbände der UEA organisieren rund 20.000 Menschen. Hinzu kommen die Mitglieder der UEA-Jugendorganisation TEJO.
In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 35 Esperanto-Gruppen mit jeweils 10 bis 12 Mitgliedern. Der Esperanto-Klub Meschede hat zur Zeit 12, die Gruppe in Warstein sogar 17 Mitglieder. Es gibt sicher mehr Menschen, die Englisch oder Französisch sprechen – in Nordrhein-Westfalen und weltweit. Das internationale Netzwerk der Esperantisten gleicht diesen Mangel aber für jeden schnell aus, der Kontakte auf der ganzen Welt sucht.

Man trifft sich auf Kongressen, Seminaren, Kulturveranstaltungen, Festen und in Internet-Foren oder Chaträumen und jedes Jahr findet ein Weltkongress statt. Regelmäßige Radiosendungen auf Esperanto kommen unter anderem aus Peking, Warschau und dem Vatikan. Darüber hinaus verzeichnet das Esperanto-Jahrbuch die Adressen der weltweiten Esperanto-Gemeinde.

Bernd Schönberner hat diese internationale Gemeinde bislang nicht nur viele internationale Kontakte gebracht. Als Hobby-Zauberer hatte er auf einem der Esperanto-Weltkongresse mit 1800 Menschen sein bisher größtes Publikum.

Für reiselustige Jugendliche ist das Jahrbuch »Pasporta Servo« besonders lohnend: Darin finden sich Kontaktadressen mit privaten Übernachtungsmöglichkeiten auf der ganzen Welt. Einzige Bedingung für eine kostenlose Übernachtung: Man muss Esperanto sprechen.

Mehr: www.esperanto.de

Gedruckt:
Westfälische Rundschau
Lokalteil Meschede

Nachtrag, 24. Januar 2006

E-Mail von Bernd Schönberner:

»Hallo Herr Beer, ihr Artikel über den ESPERANTO-«Schnupperkurs« war erfolgreich. Zum 2.Abend kamen 4 weitere Interessenten. Es scheint so, dass die meisten Teilnehmer auch weiter lernen wollen. Vielen Dank für die positive Berichterstattung!«

Kauderwelsch, Esperanto für Globetrotter, 1 Cassette
Esperanto-Grammatik

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