Meschede. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zeichnet den Mescheder »Eine-Welt-Laden« im Stiftscenter für vorbildliches Engagement aus.
Obwohl 42 Prozent aller Deutschen das »TransFair«-Siegel kennen und 100 Prozent grundsätzlich gegen Kinderarbeit und Ausbeutung sind, liegt der Marktanteil fair gehandelter Produkte bei nur knapp einem Prozent.
»Fair gehandelt« heißt für den Endverbraucher »deutlich teurer«. Deshalb ist wohl auch der Marktanteil so gering. Für den Erzeuger in einem Land der Dritten Welt bedeutet dieser Handel aber ein höheres Einkommen, Überwachung des Arbeitschutzes, Ausschaltung des Zwischenhandels und die Finanzierung von Schulen und anderen sozialen Projekten. Es ist ein Weg Hunger und Armut der Dritten Welt wirtschaftlich zu bekämpfen.
Fair gehandelte Produkte im Eine-Welt-Laden. foto|be
Kaffee, Tee, Marmelade, Nudeln – die Palette der Produkte ist groß. Viele Produkte gibt es nicht nur aus fairem Handel, sondern auch aus ökologischem Anbau. Der »Eine-Welt-Laden« im Stiftscenter bietet sie an.
Der Laden wir von einer ökumenischen Initiative und der evangelischen Kirchengemeinde getragen. Die drei Mitarbeiter des Eine-Welt-Ladens arbeiten ehrenamtlich. Vorbildlich nennt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen dieses Engagement und zeichnet den kleinen Laden dafür mit der »Nachhaltigkeits-Eins« aus.
Eine Eins für ihr ehrenamtliches Engagement erhielten die Mitarbeiter des Eine-Welt-Ladens im Stiftscenter. foto|be
Der stellvertretende Bürgermeister Willi Raulf übergab den Preis gemeinsam mit André Schmitt von der Verbraucherzentrale. Es sei der Skandal des 21. Jahrhunderts, so Raulf, dass bei alles Diskussion um Welthandel und Globalisierung die Bekämpfung des Hungers zu kurz komme. Raulf möchte die Preisverleihung für einen Neuanfang nutzen und dem versteckt gelegenen Laden im Stiftscenter künftig mehr zu Aufmerksamkeit verhelfen.
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Lokalteil Meschede
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