Schmallenberg. Mit den Stöcken ist man doch schneller – jedenfalls bergauf. Den Beweis lieferten in der vergangenen Woche 26 Nordic Walker und drei Läufer beim Training für den Rothaarsteig-Marathon.
Trainer Lars Brandenburger betont immer wieder, dass es beim Nordic Walking nicht um Geschwindigkeit gehe und dass es auch keine Zeitwertung gebe. Das Ergebnis ist dennoch interessant: Rund zwei Kilometer pro Stunde sind die Nordic Walker bergauf schneller als Wanderer ohne Stöcke. »In ebenem Gelände und bergab gleicht sich das aber wieder aus«, sagt Brandenburger, »da gibt es keinen Unterschied.«
Das acht Kilometer lange Teilstück des Rothaarsteig-Marathons zwischen Fleckenberg und Jagdhaus ist der steilste Abschnitt der Strecke. Die gesamte Marathon-Strecke hat ein Profil von 828 Höhenmetern. Auf der Halbmarathon-Strecke, die in diesem Jahr auch erstmalig für das Nordic Walking freigegeben ist, sind es 425 Höhenmeter.
Gruppenübung: Nordiv Walker beim Dehnen. foto|beHilfreicher noch als die Stöcke ist aber das Wandern in der Gruppe. »In der Gruppe wird man gezogen, auch bei dem hohen Tempo«, berichtet Gisela Höniger aus Schöndelt bei Finnentrop. Wie die anderen Teilnehmer des Trainingslaufs ist auch sie keine Anfängerin. Sie alle betreiben den Sport seit zwei bis drei Jahren und sind entschlossen, am 15. Oktober bei Fleckenberg an den Start zu gehen. Unter ihnen wird auch Ingrid Nitschke aus Schmallenberg sein, die mit 60 Jahren eine der ältesten Teilnehmerinnen ist.
Der Stand der Anmeldungen ist gut: 130 Nordic Walker haben sich bislang angemeldet. Lars Brandenburger, der nicht wenige von ihnen selbst trainiert hat, erwartet mehr als 200 Teilnehmer. Zusammen mit Marathon- und Halb-Marathon-Läufern werden voraussichtlich rund 800 Sportler an den Start gehen.
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Lokalteil Meschede
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