Grevenstein/Winterberg. Mit einem hölzernen Bierfass machte sich am Freitagabend ein Stammtisch von 10 jungen Leute im Alter zwischen 18 und 24 Jahren auf den Weg von Grevenstein zum Kahlen Asten.
Bis Sonnenuntergang rollte das Fass bis Bremke. Am nächsten Morgen ging es um sieben Uhr weiter zum Kahlen Asten, wo die Gruppe, wie geplant, um 15 Uhr eintraf.
»Vor 25 Jahren hat das schon mal ein Stammtisch aus Winterberg gemacht,« sagt Tillman Riedel von den »Durango Kings«. Bei der Neuauflage der Aktion zugunsten des Kinderhospiz Olpe beteiligte sich die Volksbank Schmallenberg mit 50 und die Veltins-Brauerei mit 500 Euro.
Noch mehr Geld sammelten die Fassroller aber unterwegs: 600 Euro spendeten die Menschen, denen die Fassroller auf der rund 50 Kilometer langen Strecke begegneten.
»Vor allem in Gaststätten und an Tankstellen fanden sich viele spendable Menschen«, berichtete Riedel nach der Aktion. Ein großer Dank gebühre auch den Autofahrern, deren Fahrt die Gruppe unterwegs ein bisschen behinderte. »Die waren wirklich alle sehr nett und haben uns angefeuert«, so Riedel.
Bier wurde bei dieser Aktion allerdings nicht transportiert. Aus Sicherheitsgründen war das Fass mit 50 Litern Wasser gefüllt, denn heimisches Braugut – ganz gleich wie frisch – hätte bei der holprigen Reise recht bald das Fass geprengt.
»Schützenfest in Reiste ist etwas Besonderes«
Reiste. Der kulturelle Einfluss von Reiste hat sich am Samstag bis ins Rheinland ausgedehnt: Dr. Norbert Kühn (55) lebt mit seiner Frau Julia und Tochter Elisabeth in Bad Godesberg und arbeitet als Leitender Vewaltungsdirektor im Rheinischen Archiv- und Museumsamt. Am Samstag wurde er nach 149 Schüssen zum neuen Kaiser der St.-Pankratius-Schützen.
Kühn kommt auch nach seinem Umzug ins Rheinland jedes Jahr mit seiner Familie zum Schützenfest nach Reiste, denn, so Kühn, »das Schützenfest in Reiste ist etwas Besonderes.« Erst 2001 war er dort Schützenkönig. Als Kaiser löst er nach fünf Jahren Friedhelm Luttermann ab.
Kommt jedes Jahr mit seiner Familie aus Bad Godesberg zum Schützenfest nach Reiste: Dr. Norbert Kühne. | Foto: beMit den Schützen in Bad Godesberg hat er aber nichts zu tun: »Im Rheinland ist das nichts«, meint er, »die haben keine Disziplin.«
Disziplin und Treue bewies unter den Reister Königen beim Kaiserschießen vor allem einer: »Mein Freund Rudolph Krämer hat mir bis zu Schluss beigestanden,« berichtete ein glücklicher neuer Kaiser.
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Lokalteil Meschede
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