Führungswechsel bei Ortsunion Meschede

Meschede. »Wir haben jetzt die Chance, Politik durchgängig von unten nach oben zu gestalten – aber auch die Verantwortung.« Als neuer Vorsitzender der CDU-Ortsunion Meschede sieht Werner Wolff seine Partei nach den Landtagswahlen als Mittler zwischen Bürgern und Regierenden.

Auf Vorschlag des Vorstands und als einziger Kandidat wurde Wolff von der Mitgliederversammlung am Dienstagabend im Kolpinghaus mit 37 von 38 abgegebenen Stimmen zum neuen Vorsitzenden der Ortsunion Meschede gewählt. Er löst Stefan Keseberg ab, der sich nach fünf Jahren als Vorsitzender nun auf die Arbeit im Stadtrat konzentrieren möchte. Dem Vorstand bleibt Keseberg aber als Beisitzer erhalten.

Stefan Keseberg überreicht eine Flasche Wein an Werner Wolff.Stafettenwechsel: Stefan Keseberg und Werner Wolff. | Foto: be

Chance verpasst

Im Anschluss an seine Bilanz der vergangenen fünf Jahre und die Kommunalwahl wiederholte Keseberg noch einmal die Kritik des Vorstands an der »ach so zügigen Nominierung« von Karl Schneider zum Landratskandidaten durch die CDU-Landtagsfraktion. Die Kritik richte sich nicht gegen die Person Schneiders, sondern gegen den Umgang mit der Parteibasis durch die Landtagsfraktion. Auch wenn der Kreisvorstand die Nominierung offiziell nur zu Kenntnis genommen habe, sei, so Keseberg, das »Buch für weitere Kandidaten zu.«

Der neue Vorsitzende, Werner Wolff, bedauerte auf Nachfrage am Rande der Sitzung, dass man von der Rücktrittsabsicht Leikops im vergangenen Jahr nichts gewusst habe. Anderenfalls hätte die Möglichkeit bestanden, vielleicht den scheidenden Bürgermeister von Bestwig, Christoph Sommer, für eine Kandidatur zu gewinnen. Nun sei er an Lippstadt verloren, so Wolff.

Entwicklung von Stadt und Region

Unter Berufung auf ein vom Hochsauerlandkreis in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Thema nannte Wolff den demografischen Wandel als größte Herausforderung für Stadt und Region in den kommenden Jahren. Bessere Ausbildung, noch bessere Schulen, bessere Berufschancen für Frauen und eine noch engere Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden im HSK bei Werbung und Marketing seien erforderlich, um den Rückgang der arbeitenden Bevölkerung zwischen 20 und 65 Jahren in der Region zu begegnen.

Ferdi Lenze rief dazu auf, die Zeit nach der kommenden Bundestagswahl – immerhin vier Jahre ohne Wahlen – vor allem für inhaltliche Arbeit zu nutzen.

Gedruckt:
Westfälische Rundschau
Lokalteil Meschede

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