Mönekind. Eines vorweg: Ja, es gibt Strom in Mönekind. Mönekinder wissen, warum das hier steht.
Wann der Strom ins Dorf kam, ist allerdings nicht ganz gewiss. Es war 1911 oder 1932, aber was zählt das schon bei einer Geschichte von 750 Jahren. So alt wurde das Dorf, das aus genau vier Höfen besteht, am Samstag.
Zu den 29 Einwohnern (davon 10 Kinder!) gesellten sich zur Geburtstagsfeier rund 60 ehemalige Einwohner, sowie Ein- und Ausgeheiratete. Die 200 Stück Vieh, die außerdem den Ort bevölkern, mussten draußen bleiben.
Die Festmesse in der kleinen Kapelle des Ortes zelebrierte Pater Reinald Rickert OSB. Anschließend gab es 100 Jahre Mönekind-Geschichte in Lichtbildern – auch in der Kapelle. Nicht zuletzt wetterbedingt entstand »große Hitze in kleiner Kirche«, wie Karl-Heinz Brand beim abendlichen Fassanstich zu berichten wusste.
Karl-Heinz Brand entführte vor 40 Jahren die Liebe seines Lebens aus Mönekind. | Foto: be
Große Hitze war es auch, die ihn in das Dorf auf 500 Meter Höhe brachte – zum »Friggen« (plattdt. Freien). Er hat die Liebe seines Lebens vor 40 Jahren in Mönekind gefunden und nach Schüren verschleppt, also gehört auch er dazu.
Am Abend gehörte ohnehin jeder dazu. Das ganze Dorf samt Gästen versammelte sich im Festzelt und hatte Spaß. Bis 1999 hatte man das noch in einer eigenen Gaststätte. Dann machte sie zu. »Solange es keine Kontrollen von der Polizei gab, lief sie hervorragend«, ist im Festzelt zu erfahren.
Ebenfalls dort ist zu erfahren, das Mönekind auch Eingang in zwei Lexika eines westfälischen Verlages gefunden hat. Der Name des Verlages und seiner Werke muss an dieser Stelle ebenso verschwiegen bleiben, wie der Name des Mitarbeiters, der das Werk um den Eintrag ergänzt hat.
Das Dorf ist nicht leicht zu finden, aber wer es findet, findet es gut.
Lat: 51:16:13N (51.2702) Lon: 8:18:21E (8.3059)
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Lokalteil Meschede
Schlagworte: Dorfleben, Geschichte, Kirche, Mönekind, Schüren, Vereine













