Bödefeld. Es war kalt und nass. Die Wege waren mal steil, mal schlammig, nicht selten waren sie beides. Die Laune von 180 Wanderfreunden aus Deutschland, Holland, Dänemark und Irland konnte das nicht trüben.
Joop Roording (mit Hund) aus Deurne ist mit 20 Freunden aus der Gegend um Arnheim angereist, um am Bödefelder Hollenmarsch teilzunehmen. Ihren zweiten Zieleinlauf am Samstag machten sie zu einem farbenfrohen Spektakel. foto|be
Zwischen 15 und 45 Kilometer lang waren die Strecken, für die sich die Wanderer beim Hollenmarsch anmelden konnten. Auch in diesem Jahr hatten die Initiatoren Ralf Brune und Hans-Gerd Pieper die Strecken so gewählt, dass man auch wirklich etwas von der Landschaft hatte: viel Wald, viel Aussicht, viele Höhenmeter. Zwischen 220 und 1 590 Metern ging es bergauf und bergab.
Rund 500 Wegmarkierungen hatte das Organisationsteam aufgestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht hindurch wurden Wege und Schilder von vorausfahrenden Mitarbeitern kontrolliert, damit auch wirklich niemand verloren ging. Dafür sorgten auch die Service-Stationen, an denen unterwegs die Kontrollkarten gelocht wurden. Das DRK stand überall für die Versorgung von Blasen und Wadenkrämpfen bereit.
Von der schönen Landschaft hatten die 44 Extremwanderer freilich weniger. Sie hatten sich am Freitagabend auf den 101 Kilometer langen Weg gemacht, mit dem der Bödefelder Hollenmarsch in Deutschland einzigartig ist.
Gerd Maschner nach 16 Stunden wieder im Ziel
Um 10 Uhr kam am Samstag der erste Nachtwanderer wieder in Bödefeld an: Gerd Maschner aus Wuppertal hat mit 16 Stunden den Rekord des Vorjahres um drei Stunden unterboten. Nach mehr als 27 Stunden fanden die letzten drei Extremwanderer um 21.15 Uhr ins Ziel.
Mit dem Hollenmarsch 2005 sind die Veranstalter vollauf zufrieden. Nach einem Verlust bei der ersten Veranstaltung zeichnet sich diesmal ein kleiner Gewinn ab. Eine Kuriosität am Rande: Der erste Preis der Tombola ging – wie schon im vergangenen Jahr – an Markus Rams aus Bad Fredeburg.
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Lokalteil Meschede
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