Meschede. Liebe, Sehnsucht, Selbstmordgedanken, Krähenfüße, Kraniche und beseelte Mikrowellen — nichts war unmöglich beim ersten Leseabend des Netzwerks Lesebühne.
Fünf Minuten hatte jeder Autor am Donnerstag für seine selbst verfassten Gedichte und Geschichten in der Mescheder Kneipe »Netz«. Die Initiatoren Franz-Josef Knippschild vom Zimmertheater Meschede und Eckhard Stoll, Leiter der Radiowerkstatt beim Verein »Sauerland Welle« freuten sich über 34 Anmeldungen für den ersten Leseabend. 20 Autoren kamen zum Zuge, über die Reihenfolge der Beiträge entschied das Los. Jeweils fünf Autoren im Alter von 14 bis 76 lasen in vier Gruppen und füllten so drei Stunden.
Gedichte sind offenbar das beliebteste Genre der Hobbyautoren, aber nicht das einzige. Vor allem bei humoristischen Beiträgen wagte Franz-Josef Knippschild als Zeitnehmer kaum zu unterbrechen: So zogen zum Beispiel die »Gedanken einer Nichthausfrau« von Marion Hofer das Publikum gute zehn Minuten in ihren Bann.
Moderiert wurde der Abend von Veronika Kramer vom Zimmertheater, die unter anderem aus ihrem Sauerlandkrimi »Rachesommer« las. Alle Beiträge wurden aufgezeichnet und sind am kommenden Dienstag ab 19 Uhr im Bürgerfunk auf Radio Sauerland zu hören.
Internet: www.sauerlandwelle.de
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