Schmallenberg. »Es ist niemals zu spät, neu zu beginnen.« Das sei zwar mir ein Kalenderspruch, meinte Wilfried Welfens, als er den Parteitag des Schmallenberger SPD-Stadtverbands eröffnete – aber ein passender. Ohne Gegenkandidaten wurde er mit 21 Ja- und drei Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung zum neuen Stadtverbandsvorsitzenden gewählt.
Neuer zweiter Vorsitzender ist Johann Müller; er erhielt 20 Stimmen bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen. Zum Schriftführer wurde Ulrich Brüggemann gewählt (22 Stimmen) und zum Kassierer Gerd Lanz (23 Stimmen). Das neue Amt der Finanzbeauftragten übernimmt Irmgard Tillmann; sie erhielt 23 Stimmen.
Kein »Populismus-Wettbewerb«
»2009 geht es für uns nicht um die Mehrheit im Rat, sondern um die Frage, wer dort zweite Kraft wird.« So fasste Hermann-Josef Falke, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, die Herausforderungen der kommenden fünf Jahre zusammen. Die SPD konkurriere in Schmallenberg nicht mit der CDU, sondern mit UWG und BfS, so Falke. Es gelte jetzt, mit verantwortungsvoller Ratspolitik das eigene Profil zu schärfen; auf keinen Fall wolle er eintreten in einen »Populismuswettbewerb« mit den anderen Oppositionsfraktionen.
Doch auch die SPD-Fraktion hat mit nur vier Mandaten personelle Probleme. Vor der Wahl hatte sie sechs sachkundige Bürger in den Ausschüssen und weitere in den damals sechs Bezirksausschüssen. Nun sind es nur noch drei Bezirksausschüsse und ein sachkundiger Bürger im technischen Ausschuss. Das Wissen und das Engagement, dass damit verloren gegangen sei, will Falke durch Arbeitsgruppen des Stadtverbands ausgleichen, in denen jeder mitarbeiten könne, der Interesse habe; Mitgliedschaft in der SPD sei dafür nicht erforderlich.
Viele Gespräche mit Ex-Genossen
Offenbar ist für die SPD in Schmallenberg noch nicht alles verloren: Zur Zeit gebe es zahlreiche Gespräche mit Ex-Genossen, die der Partei im Frühjahr den Rücken gekehrt hatten. »Viele wollten gar nicht wirklich austreten«, meint die Kreistagsabgeordnete Christiane Sperlich. Diese Menschen gelte es zurück zu gewinnen und verlorenes Vertrauen neu aufzubauen. Bis Ende Januar will der neue Vorsitzende Wilfried Welfens diese Gespräche zu einem guten Ende bringen. Einstimmig beschloss der Parteitag, die verbliebenen Mitglieder der aufgelösten Ortsvereine Bödefeld, Oberkirchen und Berghausen in die jeweils benachbarten Ortsvereine Fredeburg, Gleidorf und Schmallenberg aufzunehmen.
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Lokalteil Meschede
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